Drei Ehrungen für 40 Jahre CDU-Mitgliedschaft

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Großburgwedel Hans-Werner Rottmann (r.) überreichte Dr. Thorsten Eichenauer, Erich Felsch und Konrad Gut (v.r.n.l) die Urkunden für 40 Jahre Mitgliedschaft. (Foto: Anna Kentrath)
 
Rainer Fredermann (MdL) sprang spontan für den gesundheitlich verhinderten Carsten Niemann ein und bot einen kurzen Rückblick auf die Landtagswahl. (Foto: Anna Kentrath)

Ortsverband zeichnet für langjährige Zugehörigkeiten aus

GROSSBURGWEDEL (ak). Die Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands Großburgwedel vergangenen Donnerstagabend in der Gaststätte „Am Markt“ hatte auch mit dem hohen Krankheitsstand dieser Jahreszeit zu kämpfen. Nur drei der acht zu Ehrenden für langjährige Mitgliedschaft nahmen ihre Auszeichnung persönlich entgegen und auch der Tagesordnungspunkt „Analyse zur vergangenen Landtagswahl“ durch Carsten Niemann musste spontan von Rainer Fredermann (MdL) übernommen werden.
Hans-Werner Rottmann, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Großburgwedel, begrüßte die Anwesenden und gab einen sehr kurzen Abriss des vergangenen Jahres. Unter anderem lobte er den Verlauf des traditionellen Hoffestes der CDU auf dem Hof Ocker. Der Termin für dieses Jahr steht mit dem 17. August auch schon fest. Im Anschluss freute sich Rottmann, zumindest drei der zu ehrenden CDU-Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft auszeichnen zu dürfen: Dr. Thorsten Eichenauer, Erich Felsch und Konrad Gut nahmen die Urkunden für 40 Jahre Mitgliedschaft entgegen. Nicht anwesenden waren Louisetta Rehmer, Helga Fortmüller und Siegrid Trumpf, die für 25 Jahre geehrt werden sollten, Georg-Wilhelm Brenneke für 40 und Hans-Jürgen Flentje sogar für 50 Jahre.
Carsten Niemann, der eigentlich den Tagesordnungspunkt mit einem Beitrag über die vergangene Landtagswahl bereichern sollte, war krankheitsbedingt verhindert, seinen Part übernahm spontan Rainer Fredermann, der darüber hinaus auch noch etwas zum aktuellen politischen Geschehen beisteuerte.
Rückblickend stellte Fredermann: „Wir haben alle mit dem Ausgang, so wie er gekommen ist, nicht gerechnet“. Insgesamt hätten nicht viele Stimmen zum Sieg gefehlt, nur sei, seiner Meinung nach, ein „reiner Lagerwahlkampf geführt worden: Entweder Schwarz-Gelb oder Rot-Grün“. Letztendlich habe man es nicht geschafft Stimmen des gegnerischen Lagers zu bekommen.
Die neue Landesregierung müsse nun damit leben, lediglich mit einer Stimme mehr als die Opposition zu regieren. Problematisch werde es für Rot-Grün, sollte sich auf Bundesebene kein Regierungswechsel ergeben, prognostizierte Fredermann, denn auf Landesebene könnten „gar nicht so viele Steuereinnahmen realisiert werden, um die Wahlversprechen zu finanzieren“. „Ich bin nicht sicher, ob die Bürger die Rot-Grün gewählt haben, bekommen, was sie sich erhofft haben“, gab das Mitglied des Landtages zu bedenken.
Was seine Person angehe, so Fredermann, sei er sehr zufrieden, nun im Ausschuss für „Wirtschaft, Arbeit und Verkehr“ zu sitzen. Schließlich werden alle drei Bereiche hier vor Ort sehr gut abgedeckt. Unter anderem sprach er in diesem Zusammenhang von der Y-Trasse, zu der es derzeit „keine neuen Erkenntnisse“ gäbe. Er persönlich gehe davon aus, dass Rot-Grün generell „keine neuen Bauvorhaben realisieren“ werde, „weder Straßen noch die Y-Trasse“.
Sein Wahlkreisbüro hat Rainer Fredermann in Langenhagen eingerichtet, Sprechstunden in Isernhagen und Burgwedel gedenkt er, wie bisher in seiner Funktion als Regionsabgeordneter, in Cafés vor Ort zu ermöglichen, „um derPräsenz und Bürgernähe gerecht zu werden“. Anders als im Ortsrat Wettmar werde er im Burgwedeler Stadtrat „weiter mitarbeiten“, denn durch die im Herbst anstehende Bundestagswahl „wird der Bürgermeister gefordert sein“ und „wir alle wünschen uns schließlich, dass Hendrik Hoppenstedt das Bundestagsmandat direkt gewinnt“.
Ein bundespolitisches Thema stand dann im Anschluss auf der Tagesordnung: „Energie, zwischen Gerüchten und Tatsachen“ referiert durch den Elektroingenieur Bernhard Surmann, der erst einmal mit einer Reihe von Halbwissen rund um das Thema „regenerative Energie“ aufräumte und mit physikalischen, wie wirtschaftlichen „Zahlen, Daten, Fakten“ aufwartete.