„Drängelgitter“ im Visier des ADFC

Kaum ein Durchkommen mit Fahrrad und Anhäger wie der ADFC-Vorsitzende Dr. Steffen Timmann und Clubmitglied Manfred Obermann demonstrierten. (Foto: Renate Tiffe)

Zeitgemäßere Lösungen im Einzelnen gewünscht

GROSSBURGWEDEL (ti). Freie Fahrt für Radfahrer hat sich der ADFC auf seine Fahnen geschrieben, um den Fahrradverkehr zu fördern.
Teilweise bewegen sich Radfahrer allerdings mit beachtlichem Tempo auf Straßen und Radwegen. Um für die Verkehrssicherheit in Wohngebieten und an unübersichtlichen Stellen zu sorgen, errichten die Kommunen sogenannte Umlaufsperren, auch Drängelgitter genannt. Nicht alle diese Vorrichtungen entsprechen mehr den heutigen Anforderungen im Fahrradverkehr, in dem es auch um die Beförderung von Lasten geht.
Der ADFC Burgwedel hatte deswegen zu einem Ortstermin am Roggenschlag in Großburgwedel gebeten. Am Beispiel der beiden Absperrungen dort wurde demonstriert, wie schwierig die Durchfahrt mit vollbepackten Taschen oder gar einem Anhänger ist. Allein mit Absteigen ist es nicht getan. Die Gitter sind zu eng gestellt.
Es gebe keine allgemeingültigen Vorschriften für solche Absperrungen, und jede Stelle sei anders, auch mit anderen Eigentümern, erklärte der ADFC-Vorsitzende Dr. Steffen Timmann. „Dies ist kein öffentlicher Weg. Wir sind froh, dass hier die Durchfahrt geduldet wird“, entgegnete Harald Rietz. Er ist bei der Stadtverwaltung für die Radwege zuständig und erläuterte die Problematik solcher Sperren. Rietz zeigte jedoch großes Verständnis für die Anliegen des ADFC und den Willen zur Zusammenarbeit.
Auf der ADFC-Mängelkarte gibt es noch mindestens vier weitere solcher Sperren in Burgwedel. „Wir werden sie im einzelnen überprüfen und Änderungen vorschlagen, kündigte Timmann an. Dies sei auch im Interesse von Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern.