Drachenboote erwiesen sich wieder als Publikumsmagnet

Etwa eine Minute benötigen die Drachenboote für die 220 Meter lange Regattastrecke über den Springhorstsee. In vielen Rennen fielen die Entscheidungen mit wirklich hauchdünnem Vorsprung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Beste Stimmung und guter Sport am Springhorstsee

GROSSBURGWEDEL (hhs). Dass es bei den Drachenbootrennen immer ordentlich „voll“ ist, was die Menschenmenge am Ufer betrifft, liegt in der Natur dieses Sports: 20 mit Paddeln bewaffnete Männer und Frauen, plus Steuermann und einem Mann an der Pauke zur Vorgabe der Paddelfrequenz werden für eine vollständige Mannschaft benötigt. Das sind, wie am vergangenen Samstag beim Drachenbootrennen am Springhorstsee bei 28 antretenden Mannschaften allein schon knapp 600 Menschen, die die Ufer des Sees und die Terrasse des Restaurants bevölkerten.
Am Samstagmorgen hieß es früh aufstehen, zumindest für das Veranstalterteam. Hier mussten die Bojen in den See gesetzt werden, um für die Mannschaften in den Booten die Regattastrecke kenntlich zu machen. Dann wurde die Zeitmesstechnik an Start und Ziel installiert, schließlich noch die Beschallung rund um die Meldestelle. Gegen 10.00 Uhr waren die Vorbereitungen geschafft, das Spektakel konnte beginnen.
Unterdessen blieben die Wassersportler nicht mehr unter sich. Die Ufer des Springhorstsees füllten sich mit neugierigen Besuchern, die sich dieses ungewöhnliche Rennen nicht entgehen lassen wollten. Man flanierte auf dem Rundweg um den See, setzte sich irgendwo ans Ufer und genoss diesen in jeder Beziehung heiteren Sommermorgen.
Langsam kam Bewegung in die Teams. Man sammelte sich am Anleger und bestieg die Drachenboote, die sich dann ein paar Momente später langsam vom Steg lösten und im Takt der Pauke immer schneller wurden, um die Insel herum glitten bis zum Start der 220 Meter langen Strecke am gegenüberliegenden Ufer des Springhorstsees.
Dort kamen die Boote kurz zum Stehen. Auf das Startsignal hin gaben die beiden Paukisten in den Booten ihr Bestes. Die Schläge dröhnten über das Wasser bis zum Ziel hin und es war eine Augenweide zu sehen, wie 20 Männer und Frauen in einem Boot gleichzeitig ihre Paddel ins Wasser senkten, sie nach hinter kraftvoll durch das Wasser zogen. Je gleichmäßiger die Paddler dem Takt der Pauke folgten, um so schneller wurden die Boote. Erfolgreich waren eigentlich immer die Boote, bei denen kaum Wasser beim Paddeln umher spritzte. Nach einer guten Minute war der Spaß vorbei. Die Menge am Ufer jubelte, wenn die Boote über die Ziellinie fuhren. Wenig später folgte dann das nächste Rennen.
In den Pausen zwischen den Läufen hieß es, sich erholen für den nächsten Durchgang. Getränke gegen die Hitze gab es reichlich, das kulinarische Angebot erfüllte ein großer Grillstand und für den notwendigen Schatten war mit Sonnenschirmen auch gesorgt.
Insgesamt liefen an diesem Samstag 50 Rennen auf dem Springhorstsee. Der Fairness halber starten die Drachenboote in den beiden Leistungsklassen Champions und Superchampions. Am Ende gab es, bei allem Spaß, den die Besucher und die Sportler an diesem Tag hatten, zwei Sieger: Die GIS-Sprinter sind die Champions, den Titel der Super Champions haben sich die Schwenker Dragon Hunter geholt.