Doppelt so viele Einsatzstunden in Großburgwedel wie im Vorjahr

Carsten Rüdiger bei der Ernennung der sieben „Neuen“ (v.l.): :Moritz Dierk, Hannes Bergmann, Kai Zielinski, Max Riedel, Claudia Saupe, Monique Mrutzkowski und Lana Unger. (Foto: Renate Tiffe)
 
Heiko Pöhner wurde zum „Feuerwehrmann des Jahres“ gekürt. (Foto: Renate Tiffe)

Anforderungen an die Feuerwehr wachsen

GROSSBURGWEDEL (ti). 72 Aktive zählt die Freiwillige Feuerwehr (FFW) in Großburgwedel. 2011 haben sie mit 2.205 Einsatzstunden fast doppelt so viel geleistet wie im Vorjahr. Zwar habe sich die Zahl der Einsätze bei Bränden und Hilfeleistungen lediglich um 8 Prozent auf insgesamt 127 erhöht, wie der Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger in der Jahreshauptversammlung mitteilte. Die Anforderungen an Zeit und Personal seien aber gewachsen. Damit stoße die Schwerpunktfeuerwehr allmählich an ihre Grenzen.
Nicht mitgerechnet bei den Einsatzstunden ist die Zahl der Dienststunden, die für die Aus- und Fortbildung benötigt werden. Sie betragen beispielsweise bei der Maschinistenausbildung 212 Stunden, bei den Gerätewarten 923 Stunden und bei den Übungen an den Atemschutzgeräten 562 Stunden. Knapp 15.000 Dienststunden kamen zusammen. - Bei den 24 Bränden hatte es sich um 4 Mittelbrände und 4 Großbrände gehandelt. 76 mal mussten die Blauröcke zu technischen Hilfeleistungen ausrücken.
Die gute Ausbildung der Feuerwehrmänner und –frauen ist der eine Ausweg, mit dem für die kommenden Jahre vorgesorgt werden soll. Für Carsten Rüdiger ist dies allerdings ein zweischneidiges Schwert. Leistung wird auf allen Ebenen gebraucht. Und so kommt es, dass seine Leute gern auf Stadtebene abgezogen werden, wo beispielsweise der langjährige Gerätewart Gerrit Eichhorn jetzt als Ausbildungsleiter fungiert. Für den erkrankten Thönser Ortsbrandmeister Rüdiger Klose springt der stellvertretende Großburgwedeler Ortsbrandmeister Ingo Motl ein.
Die andere Lösung ist, dass die technische Ausrüstung verbessert wird. So hat die Stadt Burgwedel im Haushalt 2012 eine Art Allroundfahrzeug, das HLF (Hilfeleistungs-Lösch-Fahrzeug) für 330.000 Euro eingestellt, das 2013 geliefert werden soll, wie Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt bei der Versammlung ankündigte. Dem Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg geht es, wie er sagte, vor allem darum, dass sich dass die Feuerwehrleute rechtzeitig mit solchen Fahrzeugen vertraut machen. Durch modernste Technik soll gewährleistet werden, dass bei den Einsätzen weniger Personal vonnöten ist. Immer weniger Kräfte stehen für die Tagesalarmbereitschaft zur Verfügung, so Leisenberg. Mit dem HLF beginne eine neue Ära bei den Freiwilligen Feuerwehren.
Mit den veränderten Aufgaben werde die Freiwillige Feuerwehr als ein Dienstleister gesehen, der wie ein kleines mittelständisches Unternehmen geführt werden müsse, hatte Rüdiger festgestellt.
Wie immer waren die Beförderungen und Ehrungen ein wichtiger Teil der Jahreshauptversammlung. Zunächst freute sich Rüdiger, acht neue Feuerwehrmänner und –frauen ernennen zu können. Es sind: Moritz Dierk, Hannes Bergmann, Kai Zielinski, Max Riedel, Claudia Saupe, Monique Mrutzkowski und Lana Unger. Nicht anwesend war Tommy Wagner. Beförderungen zum Hauptfeuerwehrmann erhielten Robin Herbst, Hendrik Neber, Jan Kuckuck und Dr. Matthias Jelinski. Eine Rangstufe höher gelangten Jan Buchholz als Löschmeister, Gerrit Eichhorn und Michael Gilles als Oberlöschmeister. Zum Hauptbrandmeister befördert wurde Carsten Rüdiger.
Eine Reihe von Ehrungen schloss sich an. Mit dem Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Otto Hampe und Heinrich Gremmel sen. ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Gold erhielt Musikmeister Erich Papke für 40-jährige Mitgliedschaft im Musikzug. 20 Jahre aktiv ist Ober-Feuerwehrmusiker Michael Müller. – Eine besondere Ehrung hatte der Ortsbrandmeister schon vorher vorgenommen. Heiko Pöhner war zum „Feuerwehrmann des Jahres“ gekürt worden.