Die Straße „Sachsenring“ soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden

Die meisten Häuser im Sachsenring in der Ortschaft Fuhrberg sind fertiggestellt, nun soll der Ausbau der Straße erfolgen, mit doppelter Gossenführung, zehn Bäumen und „gerumpelten Pflaster“. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Dank Blitzanlage ist es nachts deutlich ruhiger geworden in Fuhrberg

FUHRBERG (hhs). Am Donnerstag dieser Woche tagte der Ortsrat Fuhrberg. Zunächst gab Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer bekannt, dass der Umbau der sogenannten „Giesche-Kreuzung“ und der Bau einer Ampelanlage dort für Mitte Juni geplant sei.
Die Fußgängerampel in Höhe des Heide-Hotels werde im Zuge dieser Arbeiten abgebaut. Erfreuliche Resonanz habe er allenthalben über die Auswirkungen der Geschwindigkeitsmessanlagen im Ort zur Kenntnis genommen. Die Anlieger seien mehrheitlich der Ansicht, die Anlage erfülle ihren Zweck und es sei nachts deutlich ruhiger im Ort geworden.
Noch in diesem Jahr soll die Straße „Sachsenring“ ausgebaut werden. Die Fahrbahn werde mit „gerumpelten Pflaster“ ausgestattet mit einreihiger Baumbepflanzung (neun Bäume sind geplant) und doppelter Gossenführung. Harald Rietz aus dem Bauamt Burgwedel sagte zu, in den kommenden Tagen mit den Anliegern im Sachsenring Gespräche zu führen, wo genau die Bäume platziert werden sollen.
Anschließend besprach der Ortsrat die Fahrbahnsanierung der L 310 von Ortsmitte bis Ortsausgang Richtung Mellendorf mit Flüsterasphalt. Auf die Frage eines Anliegers, mit welchen Arbeiten man dort rechnen müsse, führte Harald Rietz aus, zur Einbringung der neuen Trag- und Deckschicht müssten 30 Zentimeter des alten Belages abgetragen werden. Allerdings befinde sich diese Fahrbahnerneuerung nicht im Bedarfsplan des Landes und so sei die Finanzierung unsicher. „Aber einen Antrag stellen können wir immer“, endete Rietz und dem folgte der Ortsrat Fuhrberg einstimmig.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Diskussion einer Erweiterungsmöglichkeit der Kindertagesstätte Fuhrberg. Ihm lag ein Antrag der Ortsratsfrau Heike Schötker zugrunde, wonach die Verwaltung die räumliche Auslagerung der Krippe aus der Kindertagesstätte prüfen sollte, „um eine bedarfsgerechte Betreuung der Kinder entsprechend der gesetzlichen Grundlagen zu ermöglichen“. In der Begründung hieß es, die Ortschaft Fuhrberg erfreue sich kinderreicher Familien. Die Kindertagesstätte befinde sich in einer unsicheren Situation.
Es bestehen in diesem Jahr Wartelisten von bis zu zehn Plätzen für Kinder, die mit drei Jahren ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz haben. Das sorge in den Familien für Unmut und existentielle Unsicherheiten. Eine genaue Erhebung der Entwicklung der Zahl der Kinder und der notwendigen Kindergartenplätze müsse dringend von der Kommune vorgenommen werden.
Das betreffe auch die Krippe, die im gleichen Haus untergebracht ist. Mit dem gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz im kommenden Jahr sei auch mit größerer Nachfrage zu rechnen. Das Fuhrberger Problem liege dann in fehlenden Räumlichkeiten. Hier müsse gegebenenfalls reagiert und die Krippe extern untergebracht werden, um weiter Handlungsspielraum zu haben.
Seitens der Verwaltung nahm Christiane Concilio, Leiterin des Sozialamts der Stadt Burgwedel Stellung. Für die Überhänge der Kindertagesstätte Fuhrberg, gegenwärtig zwölf Kinder, bestehe die Ausweichmöglichkeit zur Kita in Kleinburgwedel. Die Stadt Burgwedel stelle für die Fahrt dorthin einen Bus zur Verfügung. Hier reagierten einige anwesende Mütter etwas erstaunt. Offenbar war die Möglichkeit des Kindertransports per Bus nach Kleinburgwedel nicht bekannt.
Im Kindergartenjahr 2012/13 werde jedes Kind einen Platz haben. Die Stadt Burgwedel ermittele im halbjährigen Rhythmus die Entwicklung der Kinderzahlen und die daraus resultierenden notwendigen Betreuungskapazitäten in den Kindertagesstätten.
Bis zum Ende des Betreuungsjahres 2013/14 werde sich nach diesen Erhebungen die Situation nicht ändern. „Danach gehen die Kinderzahlen zurück und wir brauchen den Bus nicht mehr“, so die Sozialamtsleiterin.
In Bezug auf die Krippenplätze sei ab 2013 eine Quote von 35 % festgeschrieben. Das bedeute für Fuhrberg eine Planungsgröße von 21 Kindern. Ab August 2013 werden 19 Plätze zur Verfügung stehen. „Alle angemeldeten Krippenkinder werden einen Platz erhalten“, so Frau Concilio. Sie bedauerte, dass es in Fuhrberg keine Tagesmütter gebe und erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Stadt Burgwedel die notwendigen Fortbildungen für alle Interessentinnen für die Ausbildung zur Tagesmutter unterstütze.