„Die Schützenkönigsscheibe muss dann an den Hausgiebel“

Volkskönig Nils Rohrberg beim Ehrentanz mit seiner Denise.

Großburgwedeler Schützen und Gäste feierten drei Tage lang

GROSSBURGWEDEL (bs). Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Volks- und Schützenfestes in Großburgwedel. Höhepunkt war der farbenprächtige Festumzug am Sonntag durch das Zentrum.
Doch zuvor machten sich Schützen und Gäste am Samstag auf den Weg, begleitet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel, zum Anbringen der Königsscheiben bei den neuen Majestäten. Im Gegensatz zu anderen Schützenvereinen in der Stadt Burgwedel werden die schmucken Scheiben vorab schon ausgeliefert, so dass die Ehrenscheibe schon vor Ort ist, wenn die Umzugsteilnehmer eintreffen.
Als erstes ging es zum Kinderkönig Yannik Boettcher, dann weiter zur Jungmannenkönigin Denise Tennhardt und von dort zum Volkskönig Nils Rohrberg in die Königsberger Straße. Hier war im „Beach-Park“ hinter dem Haus alles bestens vorbereitet auf die Gäste. „Zünftig bayerisch“ war das Motto: die Dame des Hauses im rosa Dirndl passend dazu der Volkskönig mit Lederhose und rosa Hemd, zur leiblichen Stärkung gezapftes Bier und Leberkäs-Brötchen.
Dass die Volkskönigsscheibe allerdings nicht vorn am Hausgiebel, sondern hinten an der „Bar“ ihren Platz fand, gefiel den Schützen nicht so ganz. „Wer beim Schießen ein besseres Ergebnis erzielt als die Schützenkönigin, muss natürlich auch in den Schützenverein eintreten“, forderte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller in seiner Rede. Quittiert wurde diese Aufforderung mit einem deutlichen Kopfnicken des frisch gekürten Volkskönigs.
„Und wenn Du dann Schützenkönig wirst, kommt die Königsscheibe aber an den Hausgiebel“, führte Fortmüller weiter unter dem Beifall der Schützen aus. Lachend – ohne diese Forderung zu kommentieren - absolvierte Nils Rohrberg mit seiner Denise den Ehrentanz …