Die Burgwedeler FDP ist in Aufbruchstimmung

Unter dem Regenschirm von Chrtistiane Hinze: die Kandidatinnen und Kandidaten der Burgwedeler FDP. (Foto: Renate Tiffe)

Beim Hoffest stellten sich zwölf Kandidaten vor

GROSSBURGWEDEL (ti). Die FDP-Hoffeste bei Heinrich Gremmel sind seit vielen Jahren fester Bestandteil im sommerlichen Kalender Großburgwedels – egal, ob die Zeichen für die Partei schlecht stehen, wie bei der unvorhersehbaren Wahlniederlage 2011, wie auch in besseren Zeiten, als die Liberalen ein gehöriges Wort mitzureden hatten in der örtlichen Kommunalpolitik. Wieder stehen Wahlen an und die Vorsitzende Dr. Isa Huelsz konnte Dank ihrer Beharrlichkeit in der Zwischenzeit jetzt ein Kandidaten-Team aufbieten, das sich sehen lassen kann. In der Burgwedeler FDP herrscht Aufbruchstimmung.
Vom Wetter begünstigt war das Hoffest in diesem Jahr gerade nicht. Dennoch hatten sich mehr Gäste eingefunden als in den vergangenen Jahren, Mitglieder und Freunde der Liberalen – übrigens wie üblich auch aus anderen Parteien. Auch die überörtliche Prominenz durfte nicht fehlen, unter ihnen die Regionsabgeordnete Christiane Hinze und die Europa-Politikerin Gesine Meißner.
Beim Blick über den örtlichen Zaun bemühte sich die EU-Abgeordnete, Themen zu erläutern, die vor Ort von Interesse sein dürften, wie die Verschärfung der Waffengesetze und das Hinauszögern der Glyphosat-Anwendung auf EU-Ebene. Nach den jüngsten Terroranschlägen auch in Deutschland folge der Ruf nach Änderungen im Waffengesetz fast reflexartig. Er ging diesmal nicht nur soweit, den Gebrauch von Waffen einzuschränken, was auf dem Lande vor allem die Jäger und die Sportschützen betrifft. Er verlangte u.a. auch eine zweijährige psychologische Überprüfung der Waffeninhaber. Das Schlimmste konnte vorerst abgewendet werden, so Gesine Meißner. Die Einigung werde voraussichtlich im Wesentlichen auf das deutsche Waffenrecht hinauslaufen, das ohnehin das schärfste in Europa ist.
Neben der Spitzenkandidatin Dr. Verena Itzel-Kietzmann, zur Zeit einzige FDP-Vertreterin im Großburgwedeler Ortsrat und im Rat der Stadt, bewerben sich elf weitere Burgwedeler um Mandate. Insgesamt kandidieren acht von ihnen für den Stadtrat und vier für die Ortsräte. Nicht ohne Stolz stellte sie Isa Huelsz vor. Von ihnen sind fünf Frauen, darunter Leyla Korkmaz und Monira Fazelian mit Migrationshintergrund. Sie würden gern ihre Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit einbringen, die in Burgwedel zwar als vorbildlich anerkannt wird, bei der jetzt aber, wenn es um die Integration geht, noch viele Schwierigkeiten zu überwinden seien.
Ein herausragendes Thema im Programm der FDP ist die Forderung nach einem Stadtentwicklungsprogramm, für das schon Vorschläge aus den eigenen Reihen gekommen sind. Als unerlässlich für die Entwicklung der Stadt werden ebenso der Erhalt des Klinikums, des Amtsgerichts sowie der Schulen und Kindertagesstätten erachtet. In den Ortsteilen will sich die FDP für ein neues Dorfgemeinschaftshaus in Wettmar einsetzen. Auch der Anschluss der Kläranlage in Fuhrberg, damit der Ortsteil weiter wachsen kann, ist Teil des Forderungskatalogs.
Die Zahl drei bei den Mandatsträgerinnen und -trägern, welche für die FDP in den vergangenen Wahlperioden im Rat der Stadt so gut wie selbstverständlich waren, strebt Isa Huels auch am 11. September wieder an.