Die Bürgerstiftung Burgwedel steht in den Startlöchern

Michael Koch (3. v. r.), Regionalkurator der Bürgerstiftungen in Niedersachsen, im Gespräch mit Gästen bei der Kennlern-Matinee der Bürgerstiftung Burgwedel. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Sie bilden den vorläufigen Vorstand der Bürgerstiftung Burgwedel (v. l.): Jürgen Zimmer, Michael Kranz und Ariane Gräfin Bethusy-Huc. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Michael Koch: „Burgwedel ist reif für eine Bürgerstiftung"

BURGWEDEL (bgp). Im Rahmen einer "Kennlern-Matinee" stellten die Initiatoren der Bürgerstiftung Burgwedel ihre Projekte interessierten Gästen erstmals öffentlich vor. In Gesprächen tauschten sich die Beteiligten über Möglichkeiten und Ziele einer Bürgerstiftung aus.
Jürgen Zimmer, der sich gemeinsam mit Ariane Gräfin Bethusy-Huc und Michael Kranz für die Gründung einer Bürgerstiftung in Burgwedel einsetzt, begrüßte seine Gäste mit launigen Worten: „Wir haben uns gedacht, wir gehen erst mal zu den Nachbarn und schauen, was die davon halten".
Dr. Joachim Wegener, Vorsitzender der Bürgerstiftung Isernhagen, war mit Pressesprecher Andreas Kellner angereist, um den reichen Erfahrungsschatz der seit 18 Jahren bestehenden Bürgerstiftung Isernhagen mit den Gründungswilligen in Burgwedel zu teilen.
„Man braucht gute Projekte, das ist die beste Motivation", sagte Wegener und ermutigte die neuen Mitstreiter in Burgwedel, mit sinnvollen sozialen Projekten ein hohes Spendenaufkommen zu generieren. So habe die Bürgerstiftung Isernhagen seit Bestehen verschiedene soziale Projekte im Gemeindegebiet Isernhagen mit mehr als 350.000 Euro unterstützen können.
Zwei Projekte haben die Initiatoren der Bürgerstiftung Burgwedel bereits in Planung. Mit der Auslobung des "Sue Ryder Preises" sollen junge Menschen zu Selbstvertrauen und Zukunftshoffnung ermutigt werden, ihre gegenseitige Achtung und Toleranz sollen gefördert werden. Der Preis soll an Jugendliche ab 14 Jahre vergeben werden, die Zivilcourage bewiesen oder soziale Verantwortung übernommen haben.
Als zweites Startprojekt steht ein täglich geöffnetes „Haus der Kultur" auf dem Plan, in dem kulturelle Angebote für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen stattfinden sollen. Dabei ist an Lesungen, besondere Filme und Kleinkunst bis hin zu Workshops für Jugendliche oder einen Philosophischen Salon gedacht.
Ein im Haus untergebrachtes Bürgerarchiv zur Sicherung der Materialien, die aus Privatbesitz für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollen, steht ebenfalls auf der Wunschliste.
„Dafür benötigen wir Zeit, Ideen und Geld", richtete Jürgen Zimmer seinen Appell an die Besucher. Michael Koch, Regionalkurator Niedersächsischer Bürgerstiftungen, bescheinigte der Bürgerstiftung Burgwedel rosige Aussichten: „Die Gründungsdynamik ist da, die Zustiftungsdynamik auch".
Zentrale Aufgaben der künftigen Bürgerstiftung werden der Aufbau und die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für das Gemeinwohl sein. Lokale Projekte aus allen Ortsteilen des Stadtgebietes sollen einerseits mit persönlichem Einsatz und andererseits mit finanziellen Mitteln gefördert werden.
Auf der weit gefächerten Agenda stehen soziale Projekte ebenso wie die Förderung der Bereiche Jugend und Familie, Senioren, Kultur und Heimatpflege oder Natur und Umwelt. Gedacht ist auch an Maßnahmen oder gemeinnützige Projekte, die der Hilfe für Bedürftige oder der Integration von Randgruppen dienen.
Durch den lokalen Bezug bekamen die Initiatoren bereits eine gute Resonanz auf die Gründung einer Bürgerstiftung für Burgwedel. Einige Bürger hätten schon Bereitschaft signalisiert, sich sowohl ehrenamtlich als auch finanziell zu engagieren, sagte Jürgen Zimmer.
Interessierte, die sich für die Bürgerstiftung einsetzen wollen, können sich an Ariane Gräfin Bethusy-Huc (Tel.: 01 79/5 00 38 06, E-Mail: a.bethusy@buergerstiftung-burgwedel.de) wenden. Weitere Ansprechpartner und Informationen sind auf der Internetseite der Bürgerstiftung Burgwedel (www.buergerstiftung-burgwedel.de) zu finden.