Die Brasilien- und Uganda-Hilfe geht ins 20. Jahr

In der St. Paulus-Kirche ist die Brasilien-Uganda Hilfe praktisch immer präsent. (Foto: Renate Tiffe)

Basar-Erlös ist für ein Mädchen-Projekt bestimmt

GROSSBURGWEDEL (ti). In der katholischen St. Paulus-Kirche ist die Brasilien- und Uganda-Hilfe ein Teil des Gemeindelebens. Organisiert in einem eigenen Verein konnten durch Spenden viele Projekte vor Ort ins Leben gerufen oder unterstützt werden, 2013 besteht der Verein 20 Jahre. Während das Engagement in Brasilien zurzeit ruht, weil kein zuverlässiger Ansprechpartner da ist, konzentrieren sich jetzt die Kräfte auf die Arbeit in Uganda.
Hoch einzuschätzen ist die Spende, die jedes Jahr aus dem Erlös des Adventsbasars zusammenkommt. Mehrere Monate lang sorgen Frauen mit viel Kreativität und Einsatz für das Angebot aus Schönem und Nützlichen, das in der Reihe der Burgwedeler Advents- und Weihnachtsmärkte seinen festen Platz hat. Darüber hinaus ist es in diesem Jahr durch eine Internet-Aktion gelungen, in der Adventskalender verkauft wurden, eine große Summe zur Verfügung zu haben.
Der Erlös in diesem Jahr war bestimmt für ein Mädchenprojekt in Ugandas Hauptstadt Kampala. „Durch die große Spende können wir unsere Schulungen weitermachen und sogar ausbauen“, freut sich Antonia Heinrich, die Vorsitzende des Vereins. In eintägigen Seminaren mit Auffrischung nach sechs Monaten werden den Mädchen Hilfen für die schulische und berufliche Orientierung vermittelt sowie Aufklärung in gesundheitlicher Hinsicht. Aids ist nach wie vor ein großes Problem in Afrika.
Seit 2003 hilft ein Patenschaftsprogramm in dem ostafrikanischen Land, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in ein gesundes Leben in Selbständigkeit zu unterstützen. Die Zahlen sind enorm. 10 Patenkinder gibt es im Kindergarten. 60 in der Grundschule und 85 in weiterführenden Schulen. 20 der Jugendlichen befinden sich in der beruflichen Ausbildung und 22 besuchen Universitäten. Als eine Unterstützung für einen weiteren Studenten gebraucht wurde, sprang die Kirchengemeinde mit zusätzlichen Spenden ein, und das nun schon im dritten Jahr, berichtet Antonia Heinrich.
Im Jugendzentrum treffen sich Patenkinder und Kinder aus der Umgebung wöchentlich. Dazu gibt es Workshops für Aufklärung und Verhaltensänderung, an die sich meist das Angebot zum freiwilligen HIV-Test anschließt, von dem rege Gebrauch gemacht wird. Hilfe wäre noch nötig, um die positiv Getesteten besser betreuen zu können, meint Antonia Heinrich. Der Verein unterstützt auch Sportprogramme und Maßnahmen für Eltern und Erziehungsberechtigte.
In der St. Paulus-Kirche ist der Verein praktisch immer präsent. Nach dem Gottesdienst am Sonntag wurde in der Weihnachtszeit und auch danach am Stand vor dem Gemeindehaus Glühwein ausgeschenkt. Sonst treffen sich die Gottesdienstbesucher dort auch gern zu einem Kaffee.