Die Abenteuer von Pippi begeisterten die Zuschauer im Amtshof

Pippi (r.) will nicht im Kinderheim Weihnachten feiern. Fräulein Prysselius (m.) hingegen ist davon überzeugt, dass es für das Kind am besten wäre. Tommy (l.) sieht den beiden nur staunend zu. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Wittener Kindertheater spielte „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“

GROSSBURGWEDEL (bgp). Leuchtende Augen bei Groß und Klein gab es am vergangenen Donnerstag im Amtshof. Die Bücherei Großburgwedel hatte das Wittener Kindertheater zu Gast, welches die Zuschauer in diesem Jahr mit seinem Weihnachtsstück über Pippi Langstrumpf erfreute.
Bereits im Vorjahr hatte das Wittener Kindertheater mit „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ das junge Publikum in Burgwedel begeistert. Entsprechend viele Besucher kamen auch zum diesjährigen Weihnachtsstück „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“. Das Konzept, die ersten acht Stuhlreihen ausschließlich für Kinder zu reservieren und erst ab Reihe 9 die Plätze auch mit Erwachsenen zu besetzen, ging voll auf.
„Ich freue mich, dass alle mit der Regelung einverstanden sind“ stellte Jutta Busch, Leiterin der Bücherei Großburgwedel, in ihrer Begrüßung mit Zufriedenheit fest. So war die Sicht nach vorne frei für die Kleinen, die sich gleich zu Beginn voll auf das Geschehen des Stückes auf der Bühne konzentrierten.
Pippi Langstrumpf hatte alle Kinder aus der kleinen Stadt zu einem „Weihnachtsbaum-Plünder-Fest“ zu sich in die Villa Kunterbunt eingeladen. Vorher jedoch hatten Pippi und ihre Freunde Thomas und Annika noch einige Vorbereitungen zu machen. Ein Kuchen musste gebacken und viele Abenteuer überstanden werden, bevor alle Kinder zum Fest in die Villa Kunterbunt kommen konnten.
Bunt wie die Villa in der Buchvorlage von Astrid Lindgren waren auch die Handlung sowie das Bühnenbild und die Kostüme. Die Darsteller begeisterten die Kinder nicht nur mit ihrem Schauspiel, sondern auch mit akrobatischen Einlagen, die für viel Stimmung sorgten. Die Interpretation von „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“ vermittelte den Besuchern auch etwas über Toleranz und Offenheit gegenüber Fremden.
Zum Plünder-Fest tauchte ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft auf. Er stand zunächst nur am Rande und traute sich nicht, bei dem Fest dabei zu sein, da er erst einige Tage zuvor in die kleine Stadt gezogen war und niemanden kannte. Pippi lud ihn dazu ein, denn sie wollte gerne, dass er dabei ist, auch wenn er noch fremd war. Die junge Gastgeberin ging ohne Vorurteile auf ihn zu und ließ ihn an der Gemeinschaft teilhaben.