Deutliches Statement für den Erhalt der Geburtsklinik

Rund 400 Menschen gingen für den Erhalt der Geburtsklinik in Großburgwedel auf die Straße.

Über 400 Demo-Teilnehmer mit Plakaten und Laternen

GROSSBURGWEDEL (bs). Erst war es nur ein kleines Grüppchen, was sich am Freitagnachmittag auf dem Domfront-Platz zusammenfand, um Flagge zu zeigen für den Erhalt der Geburtsklinik in Großburgwedel.
Doch nach und nach strömten immer mehr Menschen auf den Platz: Eltern mit Kinderwagen, Omas und Opas mit ihren Enkeln an der Hand, aber auch viele Erwachsene ohne Kinder sowie eine 40-köpfige Abordnung der Landfrauen Burgwedel.
Initiiert hatte den Laternen-Demonstrationsumzug für den Erhalt der Geburtsklinik Dr. Dagmar Klatt, Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Großburgwedel. „Gut die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich. Und dann soll auch noch die Frauenklinik weg! Wir wollen aber nicht alle in Hannover in einer großen Klinik behandelt werden“, versuchte sich Dagmar Klatt mithilfe eines Megaphons Gehör zu verschaffen.
Die letzten Worte gingen im aufbrausenden Beifall der rund 400 großen und kleinen Menschen unter. Im Anschluss machte Dr. Klatt noch ein bisschen Werbung für die beiden anschließenden Laternenumzüge der Feuerwehren Großburgwedel und Thönse, die nur wenig später am Abend stattfanden.
Dann ging es endlich los vom Domfrontplatz über die Fuhrberger und Hannoversche Straße und durch die Von-Alten-Straße zurück zum Ausgangspunkt. Nicht nur mit Laternen bestückt hatten sich die Menschen auf den Weg gemacht. Große Transparente mit Schriftzügen wie „Die Frauenklinik muss bleiben“, Licht an! in der Frauenklinik und „Für den Erhalt der Geburtsklinik“ ließen keinen Zweifel darüber aufkommen, was die Bürgerinnen und Bürger auf die Straße brachte.
Neben großformatigen Statements hatten sich viele auch mit kleinen Zeichen des Protests ausgestattet: gebastelte Lichttüten mit der Aufschrift „Für die Frauenklinik“, ein Kinder-Shirt mit dem Schriftzug „Born in GBW“ oder das kleine Plakat mit der klaren Aussage „Das Krankenhaus soll bleiben! Wir sind sauer“, das die 8-jährige Carina gemeinsam mit ihrer Oma gemalt hatte.
Eine weitere Möglichkeit, sich deutlich für den Erhalt der Geburtsklinik in Burgwedel auszusprechen, haben werdende Eltern am Samstag, 15. November zum Tag der offenen Tür der Geburtskliniken. An diesem Samstag können sich Interessierte in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Großburgwedel umsehen, das Team kennenlernen und alle Räumlichkeiten in Augenschein nehmen. Gerade die persönliche und fast familiäre Atmosphäre in Großburgwedel hat sich in den vergangenen Jahren weit über die Grenzen Burgwedels hinaus einen guten Namen gemacht.