„Der WSV Altwarmbüchen – eine wirkliche Erfolgsgeschichte“

Ein Schlückchen Sekt, das Glas zerschlagen und kurz darauf wurdendie frisch getauften Ruderboote zu Wasser gelassen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Sie setzten unter anderem die Erfolgsgeschichte des WSV Altwarmbüchen vor 40 Jahren in Gang: (v.l.n.r.) Dr. Helmut Raschka, Karl-Heinz Gerhardt, Bernhard Schmidt und Dr. Ulrich Staesche. (Foto: Anna Kentrath)

Wassersportler trotzen dem Dauerregen und feiern das 40-jährige Jubiläum

ALTWARMBÜCHEN (ak). Mit dem Element Wasser sind sie vertraut, die Mitglieder des Wassersportvereins Altwarmbüchen, auch wenn es vorzugsweise unter dem Kiel sein sollte und nicht als Dauerregen von oben.
Doch die widrigen Wetterumstände wurden vergangenen Samstag auf dem Gelände des Vereins am Altwarmbüchener See schnell zur Nebensache, schließlich gab es etwas zu feiern: 40 Jahre WSV mit allem was dazugehört, von Mitgliedschaftsehrungen bis Bootstaufen.
Wer einmal mit dem Segelschiff auf hoher See gewesen ist, Wind und Wetter ausgesetzt, den konnte der Dauerregen am vergangenen Samstag nicht aus der Ruhe bringen. Mit wetterfester Kleidung und Regenschirmen gerüstet tummelten sich zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste auf dem Vereinsgelände am Seeufer.
Seit Oktober vergangenen Jahres wurde auf diesen Tag hingearbeitet. Unter dem Vordach oder den aufgestellten Zelten Schutz vor dem Wetter findend, lauschten die Anwesenden den Jubiläumsreden.
Der 1. Vorsitzende Stefan Jungeblut führte in seiner Ansprache zu den Anfängen des WSV zurück: Am 26. Mai 1973 sei der Verein von 10 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden, von denen 5 bei diesem Jubiläum zu Gast seien, Karl-Heinz Gerhardt, Bernhard Schmidt, Dr. Ulrich Staesche, Manfred Dürkop und der Vorsitzende der ersten Stunde Dr. Helmut Raschka. Der WSV begann mit den Sparten Segeln und Schwimmen, jedoch 1974 noch mit dem 1. Ansegeln am Kirchhorster See.
Der Altwarmbüchener See entstand erst zwischen 1978 und 1981 durch Ausspülungen, da der entnommene Sand für die Aufschüttung der Trasse der A37 verwendet wurde. Die Einweihung des Sees fand am 2. Juni 1982 statt, kurz zuvor waren die Sportler des WSV bereits erstmals in Altwarmbüchen angesegelt. Auch die Gründung der Rudersparte durch Bernhard Brand fiel auf Oktober 1982, ein bewegtes Jahr also für den Verein. 1989 bekommt der WSV schließlich sein heutiges Grundstück am Altwarmbüchener See, das Vereinshaus wurde am 22. April 1995 eingeweiht.
Die Mitgliederzahlen, so der 1.Vorsitzende Jungeblut stolz, sei in den vergangenen 40 Jahren kontinuierlich gewachsen, 1975 waren es bereits mehr als 100 und 1993 sei die 500er Marke geknackt worden. Heute zähle man 557 Mitglieder und sei so „einer der Mitgliedsstärksten Verein in Isernhagen“. Einige Mitglieder haben von den Anfängen bis heute dem Verein die Treue gehalten und wurden mit der goldenen Ehrennadel des Vereins für 40 Jahre Mitgliedschaft beim WSV geehrt: Dirk Magney sowie die Gründungsmitglieder Dr. Helmut Raschka und Dr. Ulrich Staesche freuten sich über ihre Urkunden.
„Der WSV ist eine wirkliche Erfolgsgeschichte“, verdeutlichte Wolfgang Hansen, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen und selbst Mitglied im WSV. Neben der erstaunlichen Entwicklung über 40 Jahre lobte Hansen vor allem, dass „dieser Verein lebt“, immer wieder begegne er neuen Gesichtern. Ortsbürgermeisterin Marlies Helfers schloss sich dem Lob an und stellte heraus: „Der WSV ist aus der Vereins-Kultur von Altwarmbüchen nicht mehr wegzudenken." Die Mitglieder des Wassersportvereins hätten immer das Ruder fest in der Hand und den Kurs gehalten, keiner werde ihnen das Wasser abgraben.
Nach dem offiziellen Teil des Jubiläumsfestes ging es trotz Kälte und Nässe ausgelassen zu, neue Boote wurden getauft, ein „Froschmann“ übernahm die Rolle von „Neptun“, tauchte aus dem Altwarmbüchener See auf und wünschte allzeit gute Fahrt immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Musikalisch sorgte Nelly Wilhelm mit Akkordeon und Schifffahrtsliedern für die richtige Stimmung. Mit viel Elan blickt der WSV in eine weitere erfolgreiche Zukunft.