„Der liebe Gott hat noch keinen Zimmermann verhungern lassen!“

Die Zimmerer Gesellen wurden freigesprochen. v.l. sitzend: Martin Speer, Max Riedel, Philipp Horst, v.l. stehend: Max Schellerer, Michael Wittbold mit Obermeister Hermann Bohm. (Foto: Dana Noll)

Fünf Gesellen wurden im Gasthaus Bähre freigesprochen

ALTKREIS BURGDORF (dno). Genau „eine Hand voll“ Gesellen wurden bei schönstem Sonnenschein in einer kleinen Feierstunde im Gasthaus Bähre in Ehlershausen freigesprochen. Nach Berufsfachschule und 3-jähriger Lehrzeit erhielten sie aus den Händen vom Obermeister der Zimmerer Innung Burgdorf Hermann Bohm ihre Prüfungszeugnisse.
„Ihr habt nun mehr Rechte, aber auch mehr Pflichten. Ihr seid nun euer eigener Herr und müsst auf eigenen Füßen stehen“, so Bohm. In seiner Ansprache würdigte er besonders, die „guten“ und sogar „sehr guten“ Leistungen und Abschlüsse in diesem Jahr:„Jeder erhält den Lohn, den er verdient! Es hängt viel vom Wollen und Können ab!“
In diesem Jahr bestanden Philipp Horst aus Burgwedel (Betrieb: Fuhrberger Zimmerei Betriebs GmbH), Max Riedel aus Isernhagen (Betrieb: Fuhrberger Zimmerei Betriebs GmbH), Max Schellerer aus der Wedemark (Betrieb: HBD Holzbau Burgwedel GmbH) und Michael Wittbold aus Langenhagen (Betrieb: ebenfalls HBD Holzbau Burgwedel GmbH) ihre Gesellenprüfung. Für seine „sehr guten Ergebnisse“ wurde Martin Speer aus Lehrte, der seine Lehrzeit im Betrieb von Bernd Finkhausen absolvierte, besonders geehrt. Er bekam ganz traditionell „Hammer und Winkel“ aus den Händen vom Obermeister überreicht!
Dass die „Lehrzeit“ zwar vorüber ist, aber die „Lernzeit“ noch andauert, darauf verwies Hermann Bohm:„Ihr macht keine Fließbandarbeit. Der Beruf verlangt Einsatz und Intuition. Es gibt viele Wege sich noch weiter zu entwickeln.“
Nach Bier und Schnitzel wurden die Gesellen vom Obermeister in den „neuen Lebensabschnitt" entlassen, der mit dem Erwerb des Gesellenbriefes beginne und in dem sich nun neue Tore und Türe öffnen werden. „Dabei“, so Bohm, „werden die jungen Leute ein ganz wichtiges Gut sammeln: Erfahrung. Und dabei merken, dass, wer rastet auch rostet.“ Doch der Beruf Zimmermann ist ein ehrenwertes Handwerk, der auch viele Vorteile mit sich bringt. Denn „in welchem Beruf kann man an wechselnden Orten arbeiten und dabei immer an der frischen Luft sein?“