Dem Senioren-Computer-Club fehlt der Nachwuchs

Der PC-Club in der Seniorenbegegnungsstätte verfügt über eine hervorragende Ausstattung. (Foto: Renate Tiffe)

100 Mitglieder arbeiten in sechs Gruppen zusammen

BURGWEDEL (ti). Es ist ein breites Angebot, das der Club den Senioren dieser Stadt bietet. Der Terminplan für das zweite Halbjahr weist für jeden Tag in der Woche monatliche oder zweiwöchige Treffen je einer Gruppe aus, die sich mit Videotechnik, mit Internetangelegenheiten, mit Grafik und Sound oder Digitaler Fotografie beschäftigt. Jeweils am Mittwoch und Freitag finden in den Gruppen 2 und 1 allgemeine Zusammenkünfte statt, entweder für Neuhinzugekommene („haben sie ein Problem mit ihrem PC?“) oder für die gesamten Mitglieder. Dann werden neue Entwicklungen und Dinge des Clubs besprochen, mitunter auch Referenten eingeladen. Ansprechpartner für die Gruppe 1 ist Bernd Schäfer. Für die Gruppe 2 sind Jürgen Nikolaus und Walter Oetting zuständig.
Etwa 100 Mitglieder zählt der Club derzeit. Sie haben einen jährlichen Obulus von 36 Euro entrichten. Der Anteil der Frauen beträgt etwa 25 Prozent. Eintreten kann jeder jederzeit und ohne Voranmeldung. Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, erst einmal in die Gruppen hineinzuschnuppern. Die Zeiten für die monatlichen Treffs werden auch im „Treffpunkt“ bekannt gegeben, dem Magazin der SBS. Ein Flyer, der über alle Einzelheiten Auskunft gibt, steht in der SBS zur Verfügung.
In einem gesonderten Raum der SBS stehen zehn Flachbildschirm-Geräte bereit, die untereinander vernetzt sind und auch Zugang zum Internet haben. Vorhanden ist zusätzlich ein „ordentlicher“ Beamer mit entsprechender Leinwand, welche auch im großen Raum der SBS genutzt werden können, wenn sich mehr Teilnehmer einfinden. Gruppen von 20 bis 40 Leuten seien in der Freitagsrunde keine Seltenheit, berichtet Schäfer. Im Herbst kommen wieder mehr Leute.
Schäfer und Oetting sind stolz auf die gute Ausstattung im PC-Raum. Die PCs sind von aktueller Bauart, „alles Anschaffungen der Mitglieder. Wir finanzieren uns selbst“. Die Gruppenleiter – „Ansprechpartner“ werden sie im Flyer genannt - bilden sich durch Zeitschriften, durch Newsletter der Firmen sowie im gegenseitigen Austausch fort. Schäfer besucht privat entsprechende Kurse. Alle neuen Entwicklungen werden von den Gruppenleitern gemeinsam beschlossen. Es gehört zur Philosophie des Clubs – wie des Hauses – dass es kein oben und kein unten gibt. Das widerspricht dem Club-Gedanken. Alle sollen mit Spaß und Freude dabei sein.
Ein Problem hat der Club aber doch. Die „Ansprechpartner“ sind meist Männer der ersten Stunde. „Wir sind zwischen knapp 70 und 89 Jahren alt“, sinniert Oetting „wobei der 89-Jährige es richtig drauf hat“, ergänzt er. „Mit der Zeit müssen wir uns aber Gedanken machen, wie es weitergehen soll“, meint Schäfer. Interessierte, ab 55 Jahren, wären als Nachwuchs sehr erwünscht.