Delventhal Cup litt unter schwacher Beteiligung der Vereine

Kniffelig wurde die Übung mit den Eiern. Insbesondere bei der Eiübergabe wurde es schwierig, denn die Bambusstäbe gerieten leicht in Schwingung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Handfegerwerfen und Eierlauf begeisterten die Zuschauer

THÖNSE (hhs). Heinz Delventhal war am Samstag Nachmittag etwas enttäuscht: Nur vier Mannschaften waren zu dem von ihm ins Leben gerufenen Delventhal Cup angetreten. So wenig wie niemals zuvor.
Vor mehr als 20 Jahren hatte er die Idee dazu entwickelt, ein Spiel- und Spaßturnier für alle örtlichen Vereine durchzuführen. „Wer ein paar Stunden Spaß hat und miteinander um die Wette spielt, der redet auch mit den anderen, und das ist immer Sinn der Sache gewesen“, sagte der Senior.
Immerhin, vier Mannschaften nahmen teil: Die Jugendfeuerwehr und eine Gruppe der aktiven Kameraden, der Treckerklub und schließlich das Team des TTFC Viktoria Thönse. Letztere waren in diesem Jahr auch die Ausrichter der Spiele. Diese Ehre wird immer ausgelost und sorgt schon im Vorfeld für gute Stimmung.
Los ging der Reigen der lustigen Spiele mit einer insbesondere bei Kindern beliebten Übung, dem Fußball-Labyrinth. Dabei muss ein Fußball mit einem Wasserstrahl durch ein Labyrinth aus Stahlrohren getrieben werden. Das Spielgerät befindet sich auf einem schräg gestellten Anhänger und in den meisten Fällen werden die Teilnehmer bei dieser Übung nass bis auf die Haut. So war es auch in diesem Jahr für die vier Teams mit jeweils sechs Aktiven. Der Spaßfaktor ist ungebrochen, wie seit vielen Jahren: Bei den Zuschauern ohnehin, bei den Spielern immer dann, wenn die anderen an der Reihe sind.
Das zweite Spiel, Handfegerwerfen, wurde von den meisten unterschätzt, nur nicht von der Mannschaft der Jugendfeuerwehr. Die Schikane bei diesem Spiel ist schnell beschrieben. Der Spieler musste einen Handfeger rückwärts durch die eigenen gespreizten Beine hindurch über Rücken und Kopf nach vorn werfen.
Der Feuerwehrnachwuchs hatte von Beginn an den Bogen raus: Tief gebückt wurde der Handfeger am Ende des Griffes mit Daumen und Zeigefinger gehalten und dann über den Rücken geworfen. Da kamen bei den Spielern knapp 60 Meter zusammen.
Bei den Erwachsenen sah das ganz anders aus. Da nützte keine Kraftaufwendung, wer den Handfeger nicht so wie die Jugendwehr handhabte, traf nur seinen eigenen Hintern oder der Feger rutschte vorzeitig aus der Hand des Werfers und sauste unkontrolliert davon. So wurde der Bereich hinter den Werfern der aktiven Kameraden zum gefährlichsten auf dem Sportplatz. Einer beförderte den Handfeger sogar auf ein Wellblechdach.
Dritte Übung war ein Spiel, ganz ähnlich dem bekannten Eierlaufen, ohne das früher kein erinnerungswürdiges Kinderfest funktionierte. Mit Laufen hatte das aber am Samstag wenig zu tun, hier war vielmehr ruhiges Händchen und Geschicklichkeit gefragt. Ein Spieler legte ein Ei in einen Eierbecher, der an einem gut zweieinhalb Meter langen Bambusstab befestigt war. Der Spieler am anderen Ende des Stabes musste das Ei an einen weiteren Mitspieler übergeben und frei Hand das Ei in dessen Eierbecher kippen. Dieser schließlich hatte das Ei wieder in einen Eierbecher zu befördern. Die Veranstalter hatten die Eier hart gekocht, damit der Sportplatz sauber blieb. Ein Team schaffte es, hierbei innerhalb von drei Minuten vier Eier ohne Unfall korrekt in die Eierbecher zu setzen.
Am Ende stand Überraschungsfußball mit einem Rugy-Ei. Auch dieses Spiel eröffnete ganz neue Einblicke in den Sport Fußball und ließ beim Zuschauen keine Langeweile aufkommen.