Defibrillatoren sorgen für mehr Sicherheit in städtischen Gebäuden

Florian Berner, in der Verwaltung für Arbeitssicherheit und Betriebsmanagement zuständig, und Bürgermeister Düker zeigen den Defibrillator, der sich jetzt Im Bürgerbüro im Rathaus Großburgwedel befindet. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Schneller Einsatz entscheidet über den Erfolg der Maßnahme

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die Stadt Burgwedel hat einige Defibrillatoren angeschafft und hält sie in den städtischen Gebäuden vor, die besonders stark von Mitbürgerinnen und Mitbürgern frequentiert werden.
Das teilte Bürgermeister Axel Düker in der vergangenen Woche mit. Unterdessen sind einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon geschult worden im Umgang mit diesen Geräten. „Das ist einer unserer Beiträge für mehr Sicherheit in der Stadt Burgwedel“, freute sich der Bürgermeister.
Defibrillatoren sind medizinische Geräte, die durch einen oder mehrere gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und andere Störungen der Herztätigkeit eingesetzt werden. Bei etwa 85 % aller plötzlichen Herztode liegt bei den Betroffenen vorher dieses Flimmern oder Flattern vor.
Der Defibrillator kann mit seinem Stromstoß das Herz wieder in einen Zustand versetzen, dass es wieder regelmäßig schlägt. Über den Erfolg des Einsatzes eines Defibrillator entscheidet frühestmöglicher Einsatz beim Auftreten von Kammerflimmer oder-flattern. Die damit einhergehende Unterversorgung des Gehirns mit Blut kann schnell zu ganz massiven Schäden führen.
Die Defibrillatoren hat die Stadt Burgwedel bei der Firma Medic Assist in Wettmar erworben. Einer befinde sich im Rathaus Großburgwedel im Bürgerbüro, ein weiterer im Kommandowagen der Freiwilligen Feuerwehr, die anderen befinden sich im Freibad, in der Seniorenbegegnungsstätte, in der Bücherei in Großburgwedel, im Amtshof und in der Sporthalle am Schulzentrum und ein wasserdichtes Modell im Freibad.
Ein Gerät weiteres Gerät hat die Stadt Burgwedel ebenfalls gekauft, es handelt sich um ein Trainingsgerät, an dem nun einige Mitarbeiter aus der Verwaltung geschult werden. Dieses Gerät entspricht in allem den andern, es kann nur keinen Stromstoß abgeben. Die Bedienung der Geräte sei sehr einfach, so der Bürgermeister.
Wenn man es öffnet, beginnt eine sehr bestimmte Stimme in klarer langsamer Sprache, den Benutzer mit Anweisungen zu versorgen. „Die Defibrillatoren erkennen selbst, ob es sich bei bei dem Opfer um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt“, erläutert Florian Berner, der in der Stadtverwaltung für Arbeitssicherheit und Betriebsmanagement zuständig ist. „Es erkennt auch, ob es einen Schock auslösen muss oder nicht und ob man mit Herzmassage oder Mund zu Mund Beatmung auskommt“.
An den genannten Standorten sind die Geräte in gut sichtbar in einem Kasten an der Wand angebracht. Tritt ein Notfall auf, drückt man eine Plexiglasscheibe nach innen. Dann öffnet sich die Klappe und man kann mit der Notversorgung beginnen. In den Geräten finden sich noch weitere Hilfsmittel für die Notfallversorgung, darunter auch ein Zwischenstück, das bei der Mund zu Mund Beatmung größtmögliche Hygiene sicherstellt und Ansteckungen vermeiden hilft.