Das Vogelschutzgehölz hat auch im Spätsommer seinen Reiz

Der Vorsitzende des NABU Burgwedel und Isernhagen Dr. Christian Dulce begrüßt die interessierten Gäste am alten Schlauchturm zu einer Führung über das Gelände. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Trotz schlechten Wetters große Resonanz auf „Tag der offenen Tür“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der NABU Burgwedel und Isernhagen hatte am vergangenen Sonntag zu seinem Tag der offenen Tür ins Vogelschutzgehölz eingeladen. Der ursprüngliche Termin für dieses Ereignis musste zum Schutz einer Rohrweihenbrut damals ausfallen. Trotz der Verschiebung in den Spätsommer war die Veranstaltung sehr gut besucht: Morgens während der Regenschauer nahmen knapp 40 Interessierte an den beiden Führungen teil, am Nachmittag bei Sonnenschein waren es noch einmal doppelt so viele.
Die NABU-Mitglieder hatten eine Menge interessanter Dinge zugänglich gemacht: Am alten Schlauchturm waren unterschiedliche Insektenhotel zu sehen, an denen noch der Brutbetrieb zu bestaunen war. Eine Etage höher hatten Hornissen einen Nistkasten mit Beschlag belegt. Wilfried Seidel öffnete dessen Tür mit einer langen Stange und gab so einen Einblick in den Betrieb um das Nest.
Auf einem Tisch hatte Conny Oelscher, die die Naturschutzjugend mit betreut, einige Lebewesen aus dem Feuchtbiotop des Vogelschutzgehölzes ausgestellt. Auf großes Interesse stießen Posthornschnecken und Molche bei den Besuchern.
Auch die Führungen hatten trotz beendeter Brutzeit etwas zu bieten: Auf der Wildblumenwiese fanden sich noch einige Sommerblüher in voller Pracht, in einem Nistkasten hatten sich viele Ohrwürmer, sogenannte „Ohrenkneifer“ im Stroh gesammelt: Das sei ökologische Schädlingsbekämpfung, wurde erklärt, und jeder könne es zu Hause im eigenen Garten praktizieren. Die nachtaktiven Fluginsekten vertilgen massenweise Blattläuse und Schmetterlingsraupen. Nur etwas trockenes Stroh in einen Kasten mit Loch stopfen, die Ohrenkneifer kommen von allein und helfen, die Beete frei von Schädlingen zu halten. Einfacher und kostengünstiger geht das kaum ...