CDU schickt Michael Kranz in den Bürgermeisterwahlkampf

Der Vorsitzendes des CDU-Stadtverbands Heiner Neddermeyer beglückwünschte Michael Kranz als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 16. Februar.

Eine Kandidatenbefragung war für die Mitglieder nicht vorgesehen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Michael Kranz, gegenwärtig Ortsbürgermeister in Wettmar, wird sich am 16. Februar als Kandidat der hiesigen Christdemokraten zur Wahl um das Bürgermeisteramt in der Stadt Burgwedel stellen.
Die sogenannte „besondere Mitgliederversammlung“ am Mittwoch dieser Woche stimmte mit 79 Stimmen für den Rechtsanwalt aus Wettmar. Dr. Björn Hoppenstedt, einziger Gegenkandidat an diesem Abend, erhielt durchaus achtbare 67 Stimmen. Insgesamt hatten sich 148 wahlberechtigte Christdemokraten in der Aula des Gymnasiums eingefunden, eine stolze Zahl aus Sicht des Stadtverbandes der CDU. Man erinnere sich: Bei der Aufstellung des CDU-Kandidaten für den Landtag waren damals nur 57 Mitglieder des Stadtverbandes erschienen, um ihrem Kandidaten Rainer Fredermann damals die Stimme zu geben.
Viel war im Vorfeld dieser Kandidatenaufstellung an Vermutungen und Prognosen geäußert worden. Die Situation verfügte, wie sie im Vorfeld erschien, über einige ungewöhnliche Einzelheiten, die dieser Kandidatenwahl eine vermeintliche Bedeutung zukommen ließen, die sie dann eigentlich gar nicht hatte. So war zuvor zum Beispiel die Tatsache diskutiert worden, dass Michael Kranz Schwiegersohn von Ernst-Heinrich Köneke ist, dem langjährigen CDU-Ratsherrn und jetzigem Ehrenratsherrn.
Darüber hätte niemand auch nur ein Wort verloren, hätte da nicht auch eine Bewerbung von Dr. Björn Hoppenstedt vorgelegen, dem Bruder des ehemaligen Bürgermeisters. Der dritte Hoppenstedt in Folge soll hier etwa eine Dynastie entstehen, diese Frage wurde überall in Burgwedel mit mehr oder weniger großem Ernst diskutiert.
Alle diese Überlegungen spielten am Wahlabend keine Rolle. Dr. Björn Hoppenstedt formulierte in seiner Vorstellungsrede mehrfach, es gehe ihm keinesfalls um familiäre Kontinuitäten. Seine Bewerbung sei auch Zeichen seiner ganz persönlichen Verbundenheit zu seiner Heimatgemeinde. Hier sehe er ein ganz besonders reizvolles Betätigungsfeld, weil Burgwedel als wohlhebend gelte und deswegen noch Gestaltungsmöglichkeiten für die Politik vorhanden sind. Er selbst sei Kreisrat in Harburg, stehe an dritter Stelle der Hierarchie dort und sei verantwortlich für 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Auch Michael Kranz setzte einen Schwerpunkt auf seine berufliche Vita. Er sei Rechtsanwalt, arbeite im Immobilienbereich und auch als Mediator, engagiere sich ehrenamtlich. Er werde alle beruflichen Betätigungsfelder einstellen, wenn er zum Bürgermeister der Stadt Burgwedel gewählt werde.
Im weiteren war die inhaltliche Trennschärfe der beiden Kandidaten mehr als gering. Sparsame Haushaltsführung, im Wettbewerb bestehen, mehr Wohnraum, mehr Gewerbeansiedlung, Stärkung der Wirtschaft und des Standorts, Einrichtung einer professionellen Wirtschaftsförderung. Michael Kranz ging dann noch einen Schritt weiter: „Wir brauchen einen Masterplan Burgwedel 2030. Wie soll Burgwedel dann aussehen? Wenn wir uns darum nicht selbst kümmern, werden es andere für uns tun“, erklärte er mit Blick auf die „Region Hannover“. „Wir brauchen eine Burgwedeler Lösung mit Burgwedeler Kreativität“.
Eine Fragerunde für die anwesenden 148 Mitglieder fand nicht statt, weil sie nicht vorgesehen war. Die Mitglieder hatten es versäumt, diese Nachbesserung der Tagesordnung unter dem Tagesordnungspunkt 2, „Feststellung der Tagesordnung“ rechtzeitig vorzunehmen.