CDU nominiert Dr. Hendrik Hoppenstedt für die Bundestagswahl

Die CDU-Stadt- und Gemeindeverbandsvorsitzenden und ihr Kandidat für den Bundestagswahlkreis 44 v.l.: Marco Zacharias (Langenhagen), Martin Pavel (Wunstorf), Burkhard Kinder (Isernhagen), Editha Lorberg (Wedemark), hinter ihr Dr. Hendrik Hoppenstedt, Sebastian Lechner (Neustadt), Frank Martin (Garbsen), Barthold Plass (Burgdorf) und Heinrich Neddermeyer (Burgwedel). (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Die Vorsitzenden der CDU-Stadt- und Gemeindeverbände Neustadt, Sebastian Lechner, Wunstorf, Martin Pavel, Isernhagen, Burkhard Kinder und der designierte Kandidat der CDU für den Wahlkreis 44, Dr. Hendrik Hoppenstedt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Christdemokraten im Wahlkreis 44 sichern breite Unterstützung zu

GROSSBURGWEDEL (hhs). Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt soll bei der Bundestagswahl im September kommenden Jahres als Kandidat der CDU im Wahlkreis 44 antreten.
Darauf hat sich die Kandidaten-Findungskommission bestehend aus den Vorsitzenden der CDU- Stadt- und Gemeindeverbänden Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Langenhagen, Neustadt, Wedemark und Wunstorf geeinigt. Heute wurde diese „Personalie Dr. Hendrik Hoppenstedt“ in einer gemeinsamen Pressekonferenz aller acht beteiligten christdemokratischen Stadt- und Gemeindeverbände im Großburgwedeler Hotel Kokenhof bekannt gegeben.
Der Vorsitzendes des CDU-Gemeindeverbands Isernhagen, Burkhard Kinder, erläuterte zunächst die Auswahlkriterien, die man dem Personalvorschlag zugrunde gelegt habe: „Wir haben uns bei der ersten Zusammenkunft der Findungskommission gefragt: Wie soll der geeignete Kandidat aussehen? Das Profil sah dann so aus: Er oder sie soll über politische und berufliche Erfahrungen und Erfolg verfügen und Lebenserfahrungen mitbringen. Wir haben nun einen Kandidaten gefunden, der im Jahr 1972 geboren ist, sein Abitur und sein Studium erfolgreich absolviert hat und auch Auslandserfahrung mitbringt. Über Lebenserfahrung verfügt er auch, er ist verheiratet, Vater eines Kindes. Seine beruflichen und politischen Erfolge können sich sehen lassen. Bei der letzten Kommunalwahl wurde er mit 73% der Stimmen zum Bürgermeister der Stadt Burgwedel wiedergewählt: Wir werden Dr. Hendrik Hoppenstedt als Kandidaten für die Bundestagswahl vorschlagen“.
Nach der Kurzvorstellung ergriff der designierte Kandidat selbst das Wort: Er habe seiner Kandidatur zugestimmt, zuvor aber verschiedene Punkte abgewogen. „Ich erlebe auf der kommunalen Ebene immer wieder, wie wichtig die Entscheidungen des Bundes für unsere Ebene sind. Ich glaube, dass ich aus kommunaler Sicht gut an der Gesetzgebung mitwirken kann“. Eine Aufgabe, die er als spannend empfinde, fuhr Hoppenstedt fort. „Ich habe mich über das Votum der Vorsitzenden gefreut“. Die privaten Gründe für seine Entscheidung seien schwieriger: „Ich bin hier in Burgwedel geboren und aufgewachsen und ich arbeite hier sehr gern. Ich weiß, wenn die Wählerinnen und Wähler mich wählen werden, ich loslassen können muss“. Der Wahlkreis 44 sei niemals ein leichtes Pflaster für einen CDU-Kandidaten gewesen und werde es auch bei der nächsten Bundestagswahl nicht sein.
Auf einen sicheren Platz auf der Landesliste könne er auch nicht setzen. Im Bereich Hannover würden Bundesministerin Ursula von der Leyen und Dr. Maria Flachsbarth aus dem Nachbarwahlkreis abgesichert. Er setze aber darauf, dass er als Mitglied des Landes- und Bezirksvorstandes der CDU und als Regionsvorsitzender entsprechend platziert werde.
Das weitere Procedere beschrieb der Kandidat so: In den acht Stadt-und Gemeindeverbänden werden nun jeweils die Delegierten für die Delegiertenversammlung gewählt, die dann in der letzten Septemberwoche den Kandidaten für den Wahlkreis 44 aufstellen. Dr. Hoppenstedt hat zugesagt, sich den Mitgliedern in allen Verbänden vorzustellen. Wenn er nach der Bundestagswahl in den Bundestag einziehe, werde er sein Amt als Burgwedels Bürgermeister aufgeben. Dann findet innerhalb von drei Monaten die Wahl seines Nachfolgers statt. Werde er nicht gewählt, bleibe er hier und erfülle sein Mandat als Bürgermeister.
Anschließend bezogen die Stadt- und Gemeindeverbandsvorsitzenden Stellung zu ihrem Vorschlag. Denn Anfang machte Heinrich Neddermeyer, Vorsitzender der Burgwedeler Christdemokraten: „Es fällt uns schwer, ihn ziehen zu lassen. Aber ich bin überzeugt, dass es ein Erfolg wird. Die andere Seite für uns ist: Die erfolgreiche Arbeit muss hier weiter gehen. Aber ich weiß, es gibt in Burgwedel eine Menge fähiger Leute und ich weiß auch: Wir haben ein starkes Team“.
Editha Lorberg, CDU-Abgeordnete im Landtag und Vorsitzende des Gemeindeverbands Wedemark, antwortete darauf direkt: „Ich denke, wenn man den Mitbürgerinnen und Mitbürgern hier verdeutlicht: Ihr habt hier eine Persönlichkeit, deren Fähigkeiten auf eine breitere Basis gestellt werden sollen, damit sie weitreichender wirken, dann wird das schon verstanden. Wir aus der Nachbargemeinde Wedemark erhoffen uns von Dr. Hoppenstedts Kandidatur hohe Präsenz und die Vertretung unserer Interessen in Berlin. Diese Kandidatur vermittelt unseren Mitgliedern ein gutes Gefühl“.
Marco Zacharias, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Langenhagen, sagte, seinem Stadtverband sei es wichtig gewesen, einen Kandidaten aus der Nähe zu finden. Die Mitglieder des Stadtverbands würden die Kandidatur Dr. Hoppenstedts voll unterstützen. Dann warb er für Verständnis für Hoppenstedt: „Hendrik ist noch jung und er wird sicherlich nicht die kommenden 30 Jahre Bürgermeister von Burgwedel sein. Es ist wirklich verständlich, dass er Lust hat zu dieser Kandidatur“.
Sebastian Lechner, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Neustadt, der bei der letzten Bundestagswahl den Wahlkreis 44 nicht für die CDU gewinnen konnte, fasste zusammen: Er habe erst in den Gesprächen mit seinen Mitgliedern erkannt, welch' guten Ruf Burgwedels Bürgermeister auch auf größere Entfernung habe. Die Mitglieder im Stadtverband Neustadt seien von dieser Kandidatur begeistert. „Die Findungskommission hat die richtige Entscheidung getroffen“. Martin Pavel, Vorsitzender der Wunstorfer Christdemokraten, hoffte, dass in Zukunft Probleme gemeinsam gelöst werden. Er erinnerte an den Fliegerhorst und die Umgehungsstraße, wo das zwischen Bund und Stadt nicht so gelaufen sei.
Burkhard Kinder, Isernhagen, stimmte seinen Vorredner zu und sagte, die Christdemokraten in Isernhagen halten die Kandidatur Dr. Hendrik Hoppenstedts einstimmig für eine gute Entscheidung für den Wahlkreis.
Frank Martin, Stadtverbandsvorsitzender in Garbsen, erklärte, in Garbsen herrsche allgemeine Vorfreude, „dass wir jemanden haben, der mit geballter Kompetenz unsere Interessen in Berlin vertreten wird“.
Barthold Plass, Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Burgdorf, kündigte an: „Der Stadtverband Burgdorf steht voll hinter Deiner Kandidatur, weil wir überzeugt sind, dass wir eine große Erfolgschance haben. Wir wissen schließlich auch: Wenn wir keinen Kandidaten haben, ist es schwer, unsere Vorhaben durchzuführen“.