CDU-Neujahrsempfang mit Gastredner Heiner Ehlen

Hans-Heinrich „Heiner“ Ehlen (l.) war Ehrengast und Referent beim traditionellen CDU-Neujahrsempfang 2016 im Foyer des Burgdorfer StadtHauses. (Foto: Georg Bosse)

Burgdorfer CDU schon im kommunalen Wahlkampfmodus

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Zum traditionellen Neujahrsempfang konnte Burgdorfs christdemokratischer Stadtverbandsvorsitzender Barthold Plaß am jüngsten Dreikönigstag gut 50 Parteimitglieder und Gäste im Foyer des StadtHauses begrüßen.
Sein besonderes Willkommen galt dabei dem Bundestagsabgeordneten und CDU-Kreisvorsitzenden Hannover Land, Dr. Hendrik Hoppenstedt (Burgwedel), dessen Kollegen aus dem niedersächsischen Landtag, Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (Lehrte), Uetzes CDU-Chef Dirk Renz, dem FDP-Ehrenvorsitzenden Dieter Lüddecke (Burgdorf) sowie dem ehemaligen CDU-Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich „Heiner“ Ehlen (MdL; Rotenburg/Wümme), der als referierender Ehrengast geladen war.
Nicht nur die Einwohnerzahl Burgdorfs wächst, sondern auch die Anzahl der CDU-Parteimitglieder, gab Plaß erfreut zu Protokoll: „Aber Burgdorfs Wachstum muss bei der bedenklichen Haushaltslage auch bezahlbar bleiben.“ Die Burgdorfer CDU wolle im Kommunalwahljahr 2016 im Wettstreit mit den konkurrierenden Parteien auf „emotionale Themen“ Wert legen und genau hinschauen, wo „bei den Bürger/innen der Schuh drückt“, so der Gastgeber in seiner Eingangsrede. Um, wie angestrebt, stärkste politische Kraft in der Stadt und in den Ortsteilen zu werden bzw. zu bleiben, müssen die Christdemokraten für „ihre Ortsbürgermeister“ Manfred Dunker (Schillerslage) und Carl Hunze (Otze) neue und zugkräftige Kandidaten finden. Denn die beiden verdienten Amtsinhaber treten nicht mehr zur Wahl an.
Der Blick in die jüngste Vergangenheit „sei zum Gruseln“ hob Hendrik Hoppenstedt zu seinem Grußwort an. Damit meinte er unter anderem die Massaker von Paris, die Stadionräumung in Hannover, den Krieg in Syrien, die Unversöhnlichkeit zwischen Sunniten und Schiiten in der moslemischen Welt und nicht zuletzt die kriminellen Übergriffe von Männerhorden auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten. „So etwas schürt selbstverständlich die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger. Diese Sorgen, aber auch die vielen positiven Fortschritte aus den vergangenen Jahrzehnten müssen von der Politik in eine Balance gebracht werden“, unterstrich Hoppenstedt: „Besorgte Bürgerinnen und Bürger sind keine Rassisten und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer keine „Volksverräter“.
Nachdem der Lehrter Deneke-Jöhrens den Burgdorfer Parteifreunden für ihre Haltung zum Erhalt der Klinikum-Standorte Großburgwedel und Lehrte gedankt hatte, stellte er den Ehrengast Heiner Ehlen vor. Als Quereinsteiger kam Landwirtschaftsmeister Ehlen 1994 in die Landespolitik und war ab 2003 sieben Jahre lang ein „unglaublich beliebter CDU-Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung“.