CDU: „Klinikstandort Burgwedel muss erhalten bleiben“

GROSSBURGWDEL (r/hhs). In einer gemeinsamen Pressemitteilung der CDU Stadtratsfraktion und des CDU Stadtverbands Burgwedel zur geplanten Schließung der KRH-Klinikstandortw Großburgwedel und Lehrte machen die hiesigen Christdemokraten Front gegen die Pläne, nach denen das Klinikum in Großburgwedel in sechs bis acht Jahren geschlossen und durch einen Neubau an noch nicht bekanntem Ort ersetzt werden soll.
„Die CDU-Burgwedel ist betroffen und entsetzt. Das Krankenhaus Großburgwedel ist ein zentraler Standortfaktor für Burgwedel", erklärten der Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Rainer Fredermann und die Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Birgit Diers gestern.
"Die Nachricht von der möglichen Schließung hat uns gestern überrascht. Die Fraktionen haben bis jetzt vom Bürgermeister keine Informationen dazu erhalten. Da fragt man sich, seit wann unser Bürgermeister von diesen Plänen wusste und vor allem, warum er sie nicht verhindern konnte.
Trotz der parteipolitische Nähe, die man zwischen Herrn Düker und Herrn Jagau vermuten könnte, scheint unser Bürgermeister nicht den Einfluss zu haben, einen solchen Schlag für Burgwedel verhindern zu können", so Diers.
Nachdem die Geschäftsleitung die Bürger Burgwedels über viele Monate mit Entscheidun- gen zum zugesagten Bettenhausbau vertröstet hat, ist nun die Katze aus dem Sack. "Was Hauke Jagau vor der Regionspräsidentenwahl auf keinen Fall sagen wollte, hat er nun verkündet. Diese Heimlichtuerei hatte nur den Zweck, seine Wahlchancen zu erhöhen", so Rainer Fredermann, der auch Regionsabgeordneter ist.
Das Umland wurde ausgeblutet. Seit Jahren hat das Klinikum kaum in die Standorte Großburgwedel, Lehrte und Springe investiert, fast die gesamten Mittel flossen in die Stadt Hannover. Nun sollen die Häuser in Lehrte und Großburgwedel geschlossen werden.
Ein eventueller Standort für einen Klinikneubau in Isernhagen legt den Verdacht nahe, hier soll die Versorgungslücke, die durch die Zusammenlegung vom Oststadtkrankenhaus und Siloah im Osten der Stadt Hannover entstanden ist, zu Lasten des Standortes Großburgwedel geschlossen werden. Auch wenn versucht wird, diese Entscheidung betriebswirtschaftlich zu begründen.
„Falls es einen Klinikneubau gibt, darf dieser nur in Großburgwedel erfolgen. Bei allen anderen Varianten werde ich in der Regionsversammlung gegen diese stimmen", machte Fredermann deutlich. "An die Versorgung der Menschen in und um Burgwedel scheint keiner zu denken.“ „Wir als CDU Burgwedel werden in den nächsten Tagen alles versuchen, diesen Beschluss des Aufsichtsrats noch irgendwie zu verhindern", schlossen die beiden Vorsitzenden.
Empört zeigt sich auch Dr. Hendrik Hoppenstedt, hiesiger CDU-Bundestagsabgeordneter: „Ich habe den Eindruck, das Ziel der Region ist ein möglichst kurzer Diskussionsweg. Von der vielbeschworenen Transparenz und Bürgerbeteiligung keine Spur, brachte es Dr. Hoppenstedt auf den Punkt.