Burgwedeler Sozialdemokraten feiern ihre Jubilare

Marco Brunotte (links) und Jochen Rödiger (rechts) ehrten (v.l.) Ute Sell, Ilse Kuckelkorn, Siegfried Heuer und Petra Schramm für langjährige Mitgliedschaft. (Foto: Renate Tiffe)

Drei Frauen für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt

KLEINBURGWEDEL (ti). Soviel Zeit muss sein. Für die Burgwedeler Sozialdemokraten ist das politische Spannungsfeld groß in diesen Tagen. Der Bürgermeisterkandidat für die Stadt muss gekürt werden und die Abstimmung über den Koalitionsvertrag in Berlin steht an. Dennoch: etwa 20 Parteimitglieder trafen sich in Konrads Café in Kleinburgwedel, um in gemütlicher Runde ihre Jubilare zu feiern.
Mit dabei wie immer war Marco Brunotte aus Langenhagen, jetzt Landtagsabgeordneter mit Regierungsverantwortung. Aber darum ging es diesmal nicht. Brunotte erinnerte viel mehr an die Jahre, in denen die Jubilare in die Partei eintraten.
Für die 40-Jährigen war dies das Jahr 1973, ein Jahr, in dem „richtig was los war in der SPD“. Willi Brand war noch Bundeskanzler, die Menschen seien stark politisiert gewesen. Seit 1972 habe eine regelrechte Eintrittswelle Schüler klassenweise zur SPD geführt, berichtete der Landespolitiker, der damals selbst noch nicht gelebt hat.
Ilse Kuckelkorn, Kommunalpolitikerin aus Oldhorst und jetzt eine der Jubilarinnen, bestätigte das.
Die SPD habe sie als junge, dynamische Partei erlebt. Ihr Mann war bereits Mitglied und die Familie wohnte schon in Burgwedel, wo sie sich der Partei anschloss. Sie hoffe, dass wieder mehr junge Leute zur Partei finden, betonte sie. An die Brandt-Ära erinnerte sich auch Ute Sell, seit 27 Jahren in Wettmar wohnhaft. Als berufstätige Frau konnte sie politisch nicht aktiv sein. Das könne sich vielleicht jetzt nach der Pensionierung ändern, meinte sie. Sehr jung schon SPD-Mitglied geworden war Petra Schramm.
Von den Jubilaren, die 25 Jahre der Partei angehören war Siegfried Heuer anwesend. Er sei beim Preisskat in die Partei „reingerutscht“ und habe das nie bereut, erzählte der Großburgwedeler. Als Mitglied in insgesamt sieben Vereinen sei seine Mitarbeit nur eingeschränkt gewesen. Er bleibe der Partei aber bis an sein Lebensende treu.
Der Burgwedeler Parteivorsitzende Jochen Rödiger verlas die Urkunde und übergab gemeinsam mit Marco Brunotte die rote Mappe mit dem Schriftstück. Rödiger gedachte auch des verdienten Burgwedeler Komunalpolitikers Heinz Tristram, der 65 Jahre der SPD angehört, dessen Frau kürzlich verstorben ist und der aus gesundheitlichen Gründen der Feier nicht beiwohnen konnte.
Rödiger freute sich, mit Jens Neumann ein neues Mitglied begrüßen zu können. Insgesamt fünf „Neue“ seien der Partei beigetreten. Sie sollen künftig zu den Jubiläen besonders mit eingeladen werden.