Bisherige Führungsriege bleibt der SPD weiterhin erhalten

Ulrich Sinner (r.) trat am 1. Januar 1965 in die SPD ein. Jochen Rödiger (l.) ehrte ihn für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Vorstand des Ortsvereins Burgwedel wurde im Amt bestätigt

BURGWEDEL (bgp). Der bisherige Vorstand des SPD-Ortsvereins Burgwedel wurde in der Mitgliederversammlung erneut gewählt. Jochen Rödiger bleibt weiterhin Vorsitzender, seine Stellvertreter Bedri Özdemir und Stephan Nikolaus wurden ebenfalls im Amt bestätigt. Andreas Strauch wird seine Arbeit als Mitgliederbeauftragter fortsetzen, Karin Beckmann wurde als Schatzmeisterin wiedergewählt.
Eine solide finanzielle Basis durch Beiträge von aktuell 128 Mitgliedern und ein regelmäßiges Spendenaufkommen bescheren der SPD einen guten Start in die Kommunalwahlen 2016. Moderne Druckverfahren mit standardisierten Flyern und Plakaten, die auch Raum für lokale Themen bieten werden, verursachen weitaus geringere Kosten für das Wahlkampfmaterial als noch vor einigen Jahren, ergänzte Jochen Rödiger den positiven Bericht der Schatzmeisterin.
Andreas Strauch bescheinigte eine stabile Mitgliederzahl, vor zwei Jahren habe der SPD- Ortsverein noch 125 Mitglieder gehabt, nun seinen es drei Mitglieder mehr. Strauch mahnte jedoch Nachwuchsgewinnung an, da rund 69 % der Mitglieder über 60 Jahre seien (11 % sind 80 Jahre und älter, 34,6 % zwischen 70 und 79 Jahre alt, 23,6 % zwischen 60 und 69 Jahre alt).
Bürgermeister Axel Düker war bei der Mitgliederversammlung auf den Tag genau zwei Jahre im Amt. Neben Südlink und Y-Trasse sei in der Zeit vor allem der Zustrom der Menschen aus Syrien und anderen Krisengebieten bestimmender Faktor der Arbeit gewesen.
In immer kürzeren Abständen seien Entscheidungen zu treffen, man rechne zukünftig mit noch mehr Flüchtlingen, die eintreffen werden. Deren „Ankommen und die Unterbringung" müssten dringend bearbeitet werden. Mittlerweile finde man keine kleinen Häuser oder Wohnungen mehr, der Markt „sei aufgebraucht".
Burgwedel stehe mit eigenem Land im Vergleich zur gesamten Region Hannover noch recht gut da, sodass man mit nachhaltigen Bauprojekten bezahlbaren Wohnraum schaffen könne.
Die Verwaltung werde sich jedoch nicht nur auf diesen Bereich beschränken. So seien in der Vergangenheit bereits zahlreiche Straßen saniert und in energiesparende Straßenbeleuchtung investiert worden. Die Infrastrukturmaßnahmen sollen weiter fortgeführt werden, ein Anbau am Gymnasium Großburgwedel erfolge demnächst. Außerdem müsse man Schulen und Kindergärten im Auge behalten, eine entsprechende Infrastruktur und städtebauliche Maßnahmen sollen den Standort Burgwedel noch attraktiver machen.
SPD-Ratsherr Bedri Özdemir appellierte mit einer Resolution an die Landesregierung für den Verbleib des Jesiden Khaire Fahad Aleyas in Deutschland. Gemäß dem Dubliner Abkommen steht Aleyas die Abschiebung nach Bulgarien bevor. Während seiner Flucht vor dem IS-Terror wurde er auf dem Weg nach Deutschland in dem Balkanstaat inhaftiert und beraubt.
Um der Abschiebung zu entgehen, hat er nun die sogenannte "freiwillige Ausreise" in seine Heimat beantragt. Dort wird er, wie auch seine Familie seit 2014, in Zelten und ohne jegliche Perspektive leben müssen. Der SPD-Ortsverein Burgwedel beschloss nun einstimmig, sich mit der Resolution dafür einzusetzen, Aleyas ein Aufbaustudium in Deutschland zu ermöglichen und dadurch die Situation der Familie zu verbessern. Die Ausreise in seine Heimat sei jedoch Voraussetzung für die Rückkehr nach Deutschland mit einem Visum und ein Studienstipendium.
In der Debatte um die Krankenhäuser werde sich die SPD weiterhin für den Erhalt der Standorte Burgwedel und Lehrte stark machen, betonte Andreas Strauch, der mit Bedri Özdemir als Stellvertreter weiter als SPD- Regionsabgeordneter tätig sein wird. SPD und Grüne werden in einem gemeinsamen Antrag in der Regionsversammlung vorschlagen, durch die Geschäftsführung des Klinikums das Konzept für einen Krankenhausneubau in Großburgwedel und die Weiterentwicklung des Krankenhauses in Lehrte zu einem altersmedizinischen Versorgungsschwerpunkt mit einer Inneren Medizin, einer Traumatologie (Unfallchirurgie) und einer Notfallaufnahme voranzubringen.
Für die Kommunalwahlen 2016 blickt der SPD-Ortsverein Burgwedel optimistisch in die Zukunft. Gemeinsam mit den Grünen, aber doch mit eigener parteipolitischer Identität, erwarten die Vertreter der Partei ein noch besseres Ergebnis und mehr Sitze im Rat als bei der vorherigen Kommunalwahl.