Bewegendes Benefizkonzert des Ambulanten Hospizdienstes

Das Kammerorchester Elisabeth Consort, Hannover spielte unter der Leitung von Joachim Frucht Stücke von Bach, Händel, Telemann und Britten. (Foto: Ambulanter Hospizdienst)
BURGWEDEL/ISERNHAGEN/WEDEMARK (r/bs). Bereits zum 5. Mal lud der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark zu einem Konzert in die Bissendorfer Kirche ein. Am Ewigkeitssonntag wurde den anwesenden Gästen die Möglichkeit gegeben sich zu besinnen, zu trauern und Musik und Texte auf sich wirken zu lassen.
Das Kammerorchester Elisabeth Consort, Hannover spielte unter der Leitung von Joachim Frucht Stücke von Bach, Händel, Telemann und Britten. Außerdem wurde das Orchester durch die Solistin Johanna Stier an der Oboe und Oboe d´amore verstärkt. Die 1991 geborene Johanna Stier studiert bei Prof. Klaus Becker an der HTMTM Hannover und konnte schon mehrfach Preise, u.a. bei „Jugend musiziert“ gewinnen.
Koordinatorin Ute Rodehorst eröffnete mit einer Ansprache das Konzert und erinnerte daran, dass der Ambulante Hospizdienst auch in eigener Sache trauert. Einige Mitarbeiter des Hospizdienstes haben einen nahen Angehörigen verloren und vor kurzem verstarb Christine Müller, die Initiatorin des Ambulanten Hospizdienstes. Für das nächste Jahr müsse sich der Hospizdienst nach diesem großen Verlust neu orientieren und auch einige Umstrukturierungen vornehmen, so Rodehorst. In Gedenken an Christine Müller verlas Ute Rodehorst den Begleitspruch der Traueranzeige „Ewiges Leben“ von Ulrich Schaffer.
Einen Nachruf auf Christine Müller sprach Superintendent Martin Bergau, der im Verlauf des Abends auch den Text „Stufen“ von Hermann Hesse las. Texte von Rilke, Schaffer, Sokrates oder Margot Bickel wurden ebenfalls von Ehrenamtlichen Mitarbeitern vorgelesen.
Während des Konzertes lauschten die über 100 Besucher des Konzertes begeistert dem Orchester und den Solobeiträgen von Johanna Stier an der Oboe und Joachim Frucht an der Violine. Die besonders gute Auswahl und Präsentation der Stücke zum Ewigkeitssonntag wurde mit langanhaltendem Beifall belohnt.
Die Spenden, die im Anschluss an die eintrittsfreie Veranstaltung gesammelt wurden, werden vom Hospizdienst für das Trauercafé, die Unterhaltung des Büros, Fahrtkosten, sowie die Ausbildung einer zweiten Koordinatorin und Aufwendungen für die Räumlichkeiten in Burgwedel verwendet. Der Erlös des Abends brachte 721 Euro.
Im Anschluss hatten die Besucher noch die Möglichkeit einen Imbiss im Gemeindehaus einzunehmen, den wie jedes Jahr die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert hatten. Bei Kerzenschein und guten Gesprächen konnten Organisatoren, Musiker und Gäste den sehr gelungenen Abend ausklingen lassen.