Beste Stimmung bei den Großburgwedeler Schützen

Zahlreiche Besucher fanden sich am Sonntag auf dem Festplatz ein. (Foto: Birgit Schröder)
 
Mit einer launigen Rede gratulierte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller dem Bürgerkönig 2012 Heinz Heinicke. (Foto: Birgit Schröder)

Launige Worte vom Ortsbürgermeister beim Bürgerkönig

GROSSBURGWEDEL (bs). Einen prall gefüllten Terminkalender hatten die Großburgwedeler Schützinnen und Schützen am vergangenen Wochenende abzuarbeiten. Los ging es am Freitag mit dem Auftaktgottesdienst in der St. Petri-Kirche, dem Abgeben der Ketten der Vorjahreskönige auf der Rathausterrasse, dem Kommersabend, dem Scheibenaustragen am Samstag und dem krönenden Abschluss am Sonntag: dem großen Festumzug durch den Ort.
Nach dem fröhlichen Kommersabend starteten die Schützen am Samstag zum Anbringen der Scheiben: Nach der Kinderkönigin war die zweite Station der Bürgerkönig Heinz Heinicke. Auch hier war schon alles für das feierlich-fröhliche Ritual vorbereitet. Grün-weiße Bänder und Fähnchen schmückten die Zuwegung, über dem Eingang befand sich eine Halterung für die Scheibe und natürlich war auch für die Verpflegung der Schützen und Musiker gesorgt.
Mit launigen Worten eröffnete Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller seine Rede. Seit nunmehr zehn Jahren sei Heinz Heinicke in Großburgwedel zu Hause, nun, mit dem Erringen der Bürgerscheibe zähle er nicht mehr zu den Neubürgern, sondern zu den Alteingesessenen. Wie er sehe, sei hier noch viel Platz für weitere Scheiben vorhanden, und wenn er sich nach seinen Vorgängern richten würde, dann wäre dieser Platz bald ausgefüllt, so Fortmüller. „Ich bin der Meinung, dass ein Bürgerkönig aufgrund seiner Schießleistung die Pflicht hat, in den Schützenverein einzutreten, so wie das ganz vorbildlich auch Vorgängerin Gaby Wegner getan hat“, forderte der Ortsbürgermeister unter lautem Applaus der Schützen.
„Ich trete in den Schützenverein ein, wenn Du das erste Mal Schützenkönig bist“, konterte Heinz Heinicke. Lauter Jubel aus den Reihen der Schützen unterbrach kurz die Zeremonie, die dann mit dem dreifachen „Gut Schuss“, der traditionellen Taufe der Scheibe und natürlich dem Ehrentanz ihren Höhepunkt fand. Nach einem kleinen Päuschen machten die Schützen sich dann gut gestärkt weiter auf den Weg zum Jungmannenkönig Roland Krause.
Höhepunkt des Großburgwedeler Schützenfest, der traditionell vom Amtspark aus startet, ist immer der große Festumzug am Sonntag. Eine gute halbe Stunde dauert es, bis die Reihenfolge der Umzugsteilnehmer geregelt ist und sich der Zug mit Schützenchef Henning Kühl, Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller an der Spitze in Bewegung setzt.
In der Zwischenzeit hatten sich die Großburgwedeler Bürgerinnen und Bürger nicht nur am Amtspark, sondern vor allem in der Von-Alten-Straße eingefunden, um den Schützen, Musik- und Fanfarenzügen sowie begleitenden Vereinsabordnungen zuzujubeln. Kein Plätzchen war in den Cafés mehr zu ergattern, alle Sitzbänke der Flaniermeile besetzt, wer zu spät dran war, dem blieben die Stehplätze. Unruhig flitzten die Kinder hin und her, bis endlich die ersten Klänge des Feuerwehrmusikzuges herüberwehten. „Sie kommen, sie kommen“, schallte es durch die Von-Alten-Straße.
Rosen und kleine Blumensträuße wurden an die Schützen verteilt, die „Sauerkirschen“ ließen Bonbons auf die Kinder herabprasseln und es gab kräftigen Beifall für die vielen Musikzüge, für die festlich geschmückte Kutsche des Männergesangvereins Concordia, dessen Kutscher zur Erheiterung der Zuschauer einem Trecker die Peitsche gab, für den herrlich herausgeputzten Fidelen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr und, und, und ...
Gemeinsam mit dem Festumzug machten sich die Zuschauer mit auf den Weg zum Schützenplatz, wo nach dem Eintreffen dichtes Gedränge herrschte. Zum krönenden Abschluss gaben alle beteiligten Musik- und Fanfarenzüge noch eine Kostprobe ihres Könnens.