„Best of“ vom „Ensemble Classique“ begeisterte im Amtshof

Das „Ensemble Classique“ begeisterte das Publikum im Amtshof. (Foto: Dana Noll)

Ausverkauftes Haus beim Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen

BURGWEDEL (dno). „700 Kilometer Fahrtstrecke, ein Blitzer, drei Staus und ein Stopp bei Mc Donalds“ - so die etwas mühsame Anreise des „Ensemble Classique“ in den Amtshof nach Großburgwedel. Belohnt wurden sie mit einem vollen Haus und einem begeisterten Publikum. Auch das vorletzte Konzert im Rahmen des „Kulturellen Frühlings“ hielt, was es versprach: „Ein musikalisches Feuerwerk an klassischen wie modernen Melodien.“
Das „Ensemble Classique“ feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum und präsentierte am vergangenen Samstagabend – zum ersten Mal im Amtshof Großburgwedel – ein „Best of“ ihrer beliebtesten Kompositionen.
Das Blechbläserquartett gründete sich in der Kulturmetropole Bad Wörishofen und feierte beim Schleswig-Holstein Musik-Festival im Jahr 1989 sein grandioses Debüt. Seitdem führen sie ihre Konzertreisen rund um den Globus. Open-Air-, Schloss- und Kirchenkonzerte, Fernsehauftritte oder renommierte Musikfestivals – die Musiker überzeugen mit brillianter Stilfestigkeit sowie ausgeprägter, musikalischer Präsenz. Das „Ensemble Classique“ gehört international zu den renommiertesten Blechbläserensembles unserer Zeit. Ihr vielfältiges Repertoire reicht von Klassik bis Jazz, von Renaissance bis Moderne. Dabei überzeugen die Musiker sowohl solistisch wie auch als Ensemble.
Auch in Großburgwedel schafften sie es, das Publikum gleich zum Auftakt mit der „European Fanfare“, die sie auch schon in Israel gespielt hatten, zu begeistern. Mit festlicher Bläsermusik von Christoph Reitzenstein, der aus einer alten Adelsfamilie stammt, ging es weiter, bevor die Zuhörer/innen auf eine musikalische Reise nach Italien und Frankreich entführt wurden. Winfried Roch, künstlerischer Leiter, führte beschwingt durch das Programm und erzählte die ein oder andere unterhaltsame Anekdote zu den Kompositionen. Mit dem gefühlvollen Ballett Classique und dem beeindruckenden Csardas, gespielt auf der Soloposaune von Peter Seitz, ging es in die Pause.
Im zweiten Teil des Konzertes erfreuten „die musikalischen Botschafter der UNESCO“ mit Melodien aus „West Side Story“ oder „Echoes of Harlem“. Gemäß dem Zitat ihres Wegbereiters Leonard Bernstein „Let`s make music as friends“ bewiesen die Künstler, „dass sie nicht für sich selbst spielen, sondern für die Menschen, die ihnen zuhören.“