Besonders an den Pfarrteichen gab es jede Menge zu tun

Der obere Pfarrteich sollte wieder gestaut werden. Frank Burzlaff baute ein kleines Wehr mit der Assistenz von Jens Segatz und Bamram Bina. (Foto: Renate Tiffe)
 
Es gab viel zu tun rund um die St. Petri-Kirche und im St. Petri-Park. (Foto: Renate Tiffe)

Großeinsatz beim Frühjahrsputz im St. Petri-Park

GROSSBURGWEDEL (ti). Das Wetter schien wie geschaffen für einen Großeinsatz beim Frühjahrsputz im St. Petri-Park und rund um die Kirche. Etwa zwanzig Freiwillige hatten sich am Samstagmorgen vor dem Gemeindehaus eingefunden. Die Liste war lang, die es abzuarbeiten galt. Die Organisation hatte hatte Nicola Hepper in der Hand.
Alle Wege säubern und störende Äste entfernen stand als erstes auf dem Plan, eine Aufgabe, die einiges an Zeit beanspruchte, ebenso wie das Entfernen des überaus wüchsigen Efeus an Bäumen, Wänden und Mauern. Der Wurzelausschlag auf dem Kirchhof und am Küstergang musste beseitigt werden. „Brauchen Sie noch eine helfende Hand, Schere habe ich dabei“, stellte sich eine Großburgwedelerin vor, die etwas später kam. Man brauchte, denn es war eh alles kaum zu schaffen.
Viel zu tun gab es an den beiden Pfarrteichen. Ihr Anblick nach dem Winter war besorgniserregend: brakiges braunes Wasser, Schlamm und viel Astwerk an den Rändern. Dass der Bereich von unfreundlichen Bürgern auch als Abfallplatz, beispielsweise von haufenweise Brötchen und Brot in Plastiktüten mißbraucht wird, ist ein weiteres trübes Kapitel.
Während Eckhard Seidlitz, in früheren Jahren Freiflächen-Beauftragter des Kirchenvorstandes und für die Frühjahrsaktion verantwortlich, am unteren Teich kraftvoll mit der langen Harke den Unrat an Land zog, machte sich eine Dreiergruppe von Männern am Abfluss des oberen Teichs zu schaffen. Kaum zu glauben, dass der untere Teich einmal im 19. Jahrhundert als Badeanstalt Großburgwedels gedient hatte.
Dem oberen Teich musste wieder zu einem Stau verholfen werden, indem vor dem Übergang zu dem Bachstück eine Barriere aus Steinen aufgebaut wurde. Ungeachtet seines Geburtstages an diesem Samstag wuchtete Frank Burzlaff im Wasser stehend die schweren Kaliber an Ort und Stelle, assistiert von Jens Segatz und Bamkran Bina. Wie Dr. Ulrich von Stakelberg am nächsten Tag berichtete, hatte sich der Wasserspiegel bereits etwas erhöht.
Später betätigten sich die Männer am Zufluss zum unteren Pfarrteich, an dem sich Kinder gern mit Brückenbauen am Wasser betätigen. Von Stakelberg hatte an diesem Tag seine Augen und Ohren überall. Der hervorragende Kenner der St. Petri-Kirche und ihrer Umgebung wusste manches aus der Historie der Pfarrteiche zu erzählen.
Im oberen Pfarrteich befindet sich die Quelle, die möglicherweise zur Ortsgründung beigetragen hatte. Sie speist die Teiche und führt durch eine Rohrleitung bis zur Wedel. Entdeckt wurde sie im Jahr 2002 als die beiden Teiche ausgebaggert wurden, ein Unternehmen das möglicherweise in absehbarer Zeit wieder ansteht, wenn der augenblickliche Zustand der kleinen Gewässer betrachtet wird.
Gegen 13.00 Uhr hatten sich die Helfer einen Imbiss mit einer Suppe im Gemeindehaus verdient. Viele merkten, was sie getan hatten. Dennoch: nicht alles ist geschafft worden, was auf dem Plan stand und was sonst noch hier und da bei genauem Hinsehen nötig gewesen wäre. Manches muss auf den Herbstputz verschoben werden. Die Säuberungsaktion im St. Petri-Park findet zweimal im Jahr statt.