Besonderes Konzert mit Peter Orloff und seinen Schwarzmeerkosaken

Die Neuapostolischen Gemeinden Großburgwedel, Burgdorf-Ehlershausen und Schwarmstedt hatten einen Projektchor gegründet, der mit den Schwarzmeerkosaken aufgetreten ist. (Foto: Sina Balkau)

Fulminantes Finale mit Bratschensolo und Publikumsbeteiligung

GROSSBURGWEDEL (sib). Zum dritten Mal waren Peter Orloff und der Schwarzmeerkosaken-Chor zu Gast in Großburgwedel. Auf Einladung der Neuapostolischen Kirche Großburgwedel traten die Sänger gemeinsam mit einem eigens zu diesem Anlass gegründeten Projektchor – bestehend aus den Chören der Neuapostolischen Gemeinden Großburgwedel, Burgdorf-Ehlershausen und Schwarmstedt – in der Aula des Gymnasiums Großburgwedel auf.
Rund 400 Gäste strömten am Freitagabend in die Aula, um die weltberühmten Schwarzmeerkosaken und ihren prominenten Ataman Peter Orloff russische Volkslieder singen zu hören. Das Konzert war Teil des Tourneeprogramms anlässlich des 50. Bühnenjubiläums, das der Schwarzmeerkosaken-Chor dieses Jahr feiert.
Das Konzert war keines wie jedes andere, denn neben den russischen Stimmen und Folkloreliedern bekam das Publikum auch deutsche Kirchenlieder zu hören: Mitglieder der Neuapostolischen Gemeindechöre aus Großburgwedel, Burgdorf-Ehlershausen und Schwarmstedt hatten sich zu einem Projektchor zusammengeschlossen, um gemeinsam mit den Kosaken auf der Bühne stehen zu können.
Doch zunächst traten Peter Orloff und seine Kollegen alleine auf. Sie sangen sakrale Werke zum Beispiel von Petr Tschaikowsky im Original und in altslawischer Sprache sowie Balladen und Volksweisen, so wie sie seit Jahrhunderten gesungen werden. Auch ausgewählte Klassikstücke, wie Franz Schuberts „Ave Maria“, wurden zum Besten gegeben.
Dabei konnten die Zuhörer die fantastischen Stimmen großer Sänger genießen. So begeisterte Vitali Schukow Alekseenko – 2003 wurde er von Wladimir Putin persönlich als „Künstler des russischen Volkes“ ausgezeichnet – mit seinem Solo im „Glorreichen Baikal“. Auch Stefan Arininsky bekam großen Beifall für seine Interpretation des russischen Volksliedes „Auf viele Jahre“, das traditionell an Geburtstagen und Hochzeiten gesungen wird. Seine tiefe und volle Bass-Stimme erfüllte die ganze Aula und animierte das Publikum zu frenetischem Beifall.
Im zweiten Konzertteil kam dann die große Stunde des Gemeinde-Projektchores. Gemeinsam mit den Schwarzmeerkosaken sangen sie „Ich bete an die Macht der Liebe“ und den „Gefangenenchor“. Als großes Finale gab es eine besondere Zugabe: Projektchor, Kosakenchor und Publikum stimmten zusammen das bekannte Schlaflied „Guten Abend, gute Nacht“ an, eingeleitet durch ein berührendes Bratschensolo der Musikstudentin Melanie Kühn.