Bernd Rathmann vom Fanfarenzug ist „König der Könige“

Zuerst mussten die Teilnehmer zu Anna Sophie Lang. Die diesjährige Jugendkönigin brachte ihren Königstanz mit dem kleinen Bruder auf dem Arm hinter sich. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Thönser Schützenfest war wieder sehr gut besucht

THÖNSE (hhs). Traditionell eröffnet der Schützenverein Edelweiß Thönse immer die Schützenfestsaison in der Stadt Burgwedel. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass der Besucherzuspruch und die allgemeine Bereitschaft mitzufeiern, in Thönse immer besonders hoch ist.
Darüber hinaus lockt der in sich abgeschlossene Festplatz mit vielen Attraktionen und ein weiterer Grund für den Erfolg: Das große Konzert der Musik- und Fanfarenzüge am Sonntag. So wunderte es niemanden, dass es nur strahlende Gesichter gab bei den gastgebenden Schützen, den Musikzügen und Kapellen und letztlich auch beim Festwirt.
Am Kommersabend herrschte bestes Schützenfestwetter und die Stimmung war bestens bei der Proklamation. Königin 2015 ist Jasmin Hampe, die erfolgreich ihren Vorjahrestitel verteidigt hatte. Eike Büchtmann wurde Schützenkönig, Anna Sophie Lang ist Jugendkönigin. Kinderkönigin wurde Sontje Neander. Junggesellenkönig ist jetzt Philipp Bartling. Bernd Rathmann, der Ehrenvorsitzende des Fanfarenzugs Thönse, hatte den ganz besonderen Schießwettbewerb für sich entschieden: Er wurde als König der Könige geehrt. An diesem Schießen nehmen nur ehemalige Majestäten von Edelweiß Thönse teil. Nach der Proklamation wurde ausgelassen gefeiert, erst gegen 2.00 Uhr haben die letzten Gäste ihren Heimweg angetreten.
Der Haupttag in Thönse ist immer der Samstag. Dann werden in Thönse die Scheiben ausgetragen. Zu Beginn des Umzuges war es trocken, doch im Verlauf des Nachmittags nahmen die Niederschläge zu. Und nun war auch Petrus den Thönsern wohlgesonnen: Er ließ es immer pladdern, wenn sich die Schützen bei ihren Majestäten unter einem Dach oder in einer Garage unterstellen konnten. Eines fiel aber trotz Regen ins Auge: Die Thönser Bevölkerung steht hinter ihrem Schützenverein: Die Ortschaft war links und rechts der Marschroute festlich geschmückt.
Richtig übel aber spielte das Wetter dem Fanfarenzug Thönse mit. Zum Schützenfestsonntag ziehen die Musikerinnen und Musiker um Bernd Rathmann immer früh durch die Ortschaft, um ihre Mitbürger mit flotten Rhythmen und schönen Melodien zu wecken. Knapp 20 Stationen sollen es sein, die immer musikalisch abgearbeitet werden. An diesem Sonntag bekamen die Damen und Herren des Fanfarenzuges gleich an der ersten Station ein Schauer ab. Sie mussten ihre Weckaktion erst einmal unterbrechen.
Sehr gut besucht war auch das Königsessen am Sonntag und das anschließende Konzert der Musikzüge bei Kaffee und Kuchen. Der Fanfarenzug Thönse ist ein Aushängeschild seiner Musikrichtung. Er hat sich bundesweit Freunde gemacht, und einige von diesen waren am Wochenende dann auch dabei: der „Landesfanfarenzug Hamburg“ befand sich darunter, er ist schon seit vielen Jahren als Stammgast dabei. Dann „Power Brass Sudmerberg“ aus Goslar, die „Blue Eagles“ aus Mehrum und das hannoversche „Show-Corps Bogart“. Eine Menge Applaus gab es für die schmissigen Rhythmen bevor das Thönser Schützenfest langsam ausklang.