Begehrter Kreiskönigstitel ging 2016 nach Kleinburgwedel

Die Kreiskönige 2016 beim Gruppenfoto mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Simone Heller, KSV-Präsident Werner Bösche und dem Burgdorfer Schützenchef Jörg Hoppe. (Foto: st)

Beim traditionellen Kreiskönigsschießen war viel Ehrgeiz im Spiel

BURGDORF (st). Im Rahmen des Burgdorfer Volks- und Schützenfest wurde am vergangenen Sonnabend das Kreiskönigsschießen durchgeführt. Zwischen 9.30 Uhr und 13 Uhr trafen die Majestäten und Vereinsbesten aus dem gesamten Mitgliedsbereich des Kreisschützenverbandes im Burgdorfer Schützenheim ein, um ihren Besten und damit den König im Jugend, Junioren, sowie männlichen und weiblichen Bereich zu ermitteln. Zu der traditionelle Veranstaltung und dem anschließenden Kreiskönigsessen im Festzelt auf dem Schützenplatz kamen in diesem Jahr wieder viele Schützen und Schützinnen und sorgten für einen würdigen Rahmen.
Die Burgdorfer Schützengesellschaft ist in jedem Jahr Ausrichter des Kreiskönigsschießens und wie der Präsident des Kreisschützenverbandes jedes Jahr betont, „kommen wir sehr gerne nach Burgdorf“. So herrschte auch in diesem Jahr unter den 125 Teilnehmern am Schießstand stetiger Betrieb und die über Burgdorf tobenden Gewitter störten den Ablauf des Schießens nicht.
Nur ein paar Tropfen verirrten sich über verschlungene Wege in den Schießstand, die wurden aber schnell mit Eimern aufgefangen. Beim Wettkampf zeigten sich viele Facetten und ob ein Schütze das Kreiskönigsschießen eher von der sportlichen Seite oder von der lockeren Seite betrachtet.
Die meisten Schützen bringen zwar das auf sie zugeschnittenen eigene Gewehr mit und versuchen damit ihr Können, aber bei vielen fällt noch die Ausrüstung auf. Mit Schießjacke, Schießhandschuhen, Augenklappe, besonderen Schuhen und sonstigen Utensilien wird versucht, die optimale Vorbereitung für den besten Schuss zu schaffen. Andere sehen das nicht so und gehen mit normaler Uniform oder einfach nur legerer Kleidung auf den Schießstand. Allen ist die Konzentration und die Aufregung anzusehen, denn nicht so oft haben die Schützen aus dem Kreisverband die Möglichkeit sich mit ihrer Qualifikation für den Wettbewerb um die Kreiskönigswürde zu qualifizieren.
Die Vorbereitung und das Schießen verlangten den Schützinnen und Schützen deshalb Geduld ab und die Ruhe vor dem nächsten Schuss war wichtig für die Qualität, denn es wurde nach Teilern gewertet und das ist die Abweichung von der Mitte in tausendstel Millimetern.
Wieder schafften es die Organisatoren um die 1. Schießsportleiterin der Burgdorfer Schützengesellschaft, Silke Hartung, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Nach dem Schießen wurden die neuen Kreiskönige im Festzelt des Burgdorfer Volks- und Schützenfest feierlich proklamiert. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ramlingen-Ehlershausen sorgte musikalisch für die passenden Rhythmen und die Redner am Mikrofon für die passenden Worte.
Bei seiner Begrüßungsrede wollte der Schützenchef der Burgdorfer Schützengesellschaft, Jörg Hoppe, die Rede aus dem vergangenen Jahr nochmals vorlesen, bemerkte seinen Fehler aber schnell und schaffte es danach locker, die Begrüßung professionell durchzuführen. Im Zelt waren nur wenige Plätze unbesetzt und auch die stellvertretende Bürgermeisterin, Simone Heller, hielt sich bei ihrer Begrüßungsrede kurz. Den Präsident des Kreisschützenverbandes Werner Bösche beschenkte sie mit einer Flasche Wein, als Dank für die vielen Stunden, die er sich für den Schießsport einsetzt.
Nachdem zunächst einmal die neuen Stadtkönige aus den sechs Vereinen rund um Burgdorf bekanntgegeben wurden und Burgdorfs Schützensenator Urs-Uwe Simanowsky und Silke Hartung die Scheiben an Stadtjugendkönig Luis Jableka, Stadtjuniorenkönigin Alexandra Di Dia, Stadtkönigin Nicole Schulze-Frieling (alle von der Burgdorfer Schützengesellschaft) und Stadtkönig Cord-Heinrich Schweer vom Schützenverein Hülptingsen, verteilt hatte, konnte KSV-Präsident Werner Bösche die Kreiskönige proklamieren.
In diesem Jahr freuten sich die Gewinner wieder über Königsketten und Königsscheiben, aber am größten war die Freude über den Titel Kreiskönig an sich, der wirklich etwas Besonderes in Schützenkreisen ist. Das zeigte schon die Reaktion der neuen Kreisjugendkönigin. Rieke Hansen von der Burgdorfer Schützengesellschaft ließ ihren Freudentränen freien Lauf, als sie ausgerufen wurde und musste zunächst von Bösche getröstet werden, bevor sie langsam realisierte, dass sie mit einem Gesamtteiler von 225,8 den Titel erhielt. Kreiskönigin wurde Heike Bade vom Bürgerschützenverein Hänigsen mit 79,4 Teiler. Als Kreiskönig konnte Bösche Sascha Hoffmann (387,8) vom Schützenverein Kleinburgwedel proklamieren und Kreisjuniorenkönig wurde Yannick Schnabel (86,1) von der Schützengesellschaft Sehnde. Allen neuen Kreismajestäten wurde nach alter Schützensitte ein „Gut Schuss“ skandiert.