„Baum hoch“ - und „Freut euch des Lebens“

Das Maibaum-Aufstellen ist in Engensen zum wahren Volksfest geworden, das auch viele Besucher aus anderen Ortsteilen anzieht. (Foto: Renate Tiffe)

In Engensen ist das Maibaum-Aufstellen ein Fest für das ganze Dorf

ENGENSEN (ti). Um Punkt 12.00 Uhr am 1. Mai trugen zehn kräftige Männer den girlandenumwundenen riesigen Stamm mit dem geschmückten Kranz am Ende auf den Dorfplatz. „Baum hoch“ gab Fritz Papenberg das Kommando und langsam wurde der Maibaum unter dem Beifall von hunderten von Zuschauern in die Höhe gehievt. Das Maibaum-Aufstellen ist in Engensen zum wahren Volksfest geworden, das auch viele Besucher aus anderen Ortsteilen anzieht. Der strahlend schöne Frühlingstag tat ein übriges.
Verbunden ist das Ereignis mit dem Maikonzert der Engenser Dorfkapelle, das in diesem Jahr schon zum 24. Mal stattfand, wie die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Ilona Laue bei ihrer Begrüßung hervorhob. „Freut Euch des Lebens“ intonierte die Kapelle unter der Stabführung von Luisa Hotzan als der Baum in die Senkrechte rückte.
Die musikalische Ausgestaltung des Festes ist eine schöne Tradition, zu der in Engensen regelmäßig auch die Darbietungen der Kindertänze des Sportvereins gehören. Gleich zwei Tanzgruppen konnte Anne Brakhage diesmal aufbieten. Die Kleinsten machten mit Eifer mit, bestaunt von den noch Jüngeren am Rand. Um den Nachwuchs braucht sich die Tanzgruppe wohl keine Sorgen zu machen, meinte ein älteres Vereinsmitglied.
Überhaupt die Kinder in Engensen. War es Zufall, dass eine ganze Reihe von Kleinen sich vor dem Publikum postiert hatte? Man fühlte sich erinnert an die Kinderwagenparade vom Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Nirgendwo wuseln so viele Kleinkinder auf dem Festplatz herum. Die Kindergartenplätze sollen derzeit im Ortsteil nicht mehr ausreichen. Zeigt die Strampler-Aktion des Ortsrates Wirkung?
Auf jeden Fall ist Engensen ein Dorf, in dem man sich wohl fühlt und in dem noch viele bereit sind, etwas für die Dorfgemeinschaft zu tun. Die Dankesliste von Ilona Laue war lang und das gute Gefühl, selbst etwas zu der Veranstaltung beigetragen zu haben, trug sicher nicht unwesentlich zur Stimmung des Festes bei und der Anziehung für die vielen Gäste bei.