Barrierefreier Zugang zum Bahnsteig zwei am Bahnhof Großburgwedel

Statt der unscheinbaren, zeitweise gefährlichen Rampe ist ein größeres Bauwerk als barrierefreier Zugang zum Bahnhof Großburgwedel entstanden. (Foto: Renate Tiffe)

160 Meter langer Weg im Zickzack – Böschungen sind schon bepflanzt

GROSSBURGWEDEL (ti). Lange hat es gedauert. Jetzt ist am Bahnhof Großburgwedel der barrierefreie Zugang zum Bahnsteig 2 fertig geworden - bis auf Kleinigkeiten, wie die Bahnsprecherin sagte. Die Bauzäune müssen noch weggeräumt werden. Eine offizielle Übergabe ist nicht vorgesehen. 160 Meter lang ist der Weg, der jetzt im Zickzack zum Bahnsteig nach Hannover führt.
Mit der Baumaßnahme begonnen wurde zu Ostern vorigen Jahres. „Fertigstellung IV Quartal 2013“ hieß es auf dem Bauplan, der am Treppenaufgang zur Information aufgestellt worden war. Burgwedel profitierte von dem sogenannten Infrastrukturbeschleunigungsprogramm der Deutschen Bahn, in welchem Gelder für kleinere Projekte „auf die Schnelle“ zur Verfügung gestellt worden waren. Offenbar ist der bauliche Aufwand, den die Terrassierung erforderte, zeitlich unterschätzt worden.
Statt des zu steilen Aufgangs, der im Herbst und Winter manchmal gefährlich werden konnte, präsentiert sich nun ein Bauwerk, das den Vorschriften gerecht wird, mit gepflasterten Wegen und Aufenthaltsplattformen an den Kehren. Nicht mehr als sechs Prozent darf heutzutage die Steigung betragen, um den barrierefreien Zugang zu gewährleisten.
„Ob die Fachleute wohl jemals etwas mit einem Rollstuhl zu tun hatten“, hatte sich während der Bauzeit die Mutter eines behinderten Kindes vor dem Bauzaun gefragt. Immerhin, der Weg dürfte für sie jetzt zwar lang und immer noch beschwerlich sein. Aber das Bahnfahren für Rollstuhlfahrer ist wieder möglich, was vorher beim Treppenaufsteigen ohne zusätzliche Hilfe überhaupt nicht nicht mehr ging.
Auf dem Bauplan sind grüne Bereiche zwischen den gepflasterten Flächen eingetragen. Zum mindesten mit der Bepflanzung hat es zeitgerecht geklappt. Der Burgwedeler Gartenbaubetrieb von Thomas Krauthoff war von der Baufirma als Subunternehmer gewonnen worden. An den Böschungen sind gepflegte Grünflächen entstanden mit unterschiedlichen, teils noch blühenden Kleinsträuchern, unterbrochen von höheren Gebüschen.