Baggerarbeiten helfen Eisvögeln und Molchen

Naturschutzförsterin Katharina Blass, hier mit Norbert Zirotzki, koordinierte die Baggerarbeiten. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Naturschutzmaßnahmen im Forstamt Fuhrberg

FUHRBERG (r/bs). Baggerarbeiten im „Fuhrenkamp“ und im „Sprillgehege“ haben die Lebensbedingungen für Molcharten und den schillernden Eisvogel deutlich verbessert. Die Kosten dieser Maßnahmen trägt das Forstamt Fuhrberg.
Naturschutzförsterin Katharina Blass koordiniert den Einsatz des Baggers: „Um Nährstoffeinträge durch die Nadeln zu verhindern, wurden bereits im vergangenen Jahr beide Teiche von den am Rand stehenden Kiefern befreit“, erklärt Frau Blass, die in den Forstämtern Fuhrberg und Nienburg für Naturschutzmaßnahmen im Wald zuständig ist.
Bei einer kleinen Sandkuhle im „Fuhrenkamp“ hatte der anerkannte Amphibienexperte, Richard Podloucky, im letzten Jahr Molche kartiert und es war sehr überraschend, dass sowohl Berg-,Teich- als auch Kammmolch in großer Zahl in dem Teich vorhanden sind. Nachdem die Amphibien jetzt zur Überwinterung das Gewässer verlassen haben, konnte durch das Ausbaggern der Wasserspiegel deutlich erhöht werden.
Bei dem zweiten Teich im „Sprillgehege“ südlich von Fuhrberg, ging es darum, dem dort gesichteten seltenen Eisvogel zu helfen. Der Teich wurde ausgebaggert, um das vollständige Verlanden zu verhindern und den Fischen, die der Eisvogel dort fängt, weiterhin ein sauerstoffreiches Gewässer zu bieten. Demnächst wird dort auch eine Eisvogelhilfe aufgestellt.