Ausstellung im Rathaus: „Demenz und die Kunst zu leben“

Die Ausstellung zeigt Bilder, die im Rahmen einer kunsttherapeutischen Betreuung von Menschen mit Demenz entstanden sind. (Foto: Napierski)

Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt kommt zur Eröffnung

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Arbeitskreis Demenz Burgwedel lädt am kommenden Sonntag, den 6. Juli zur Eröffnung der Ausstellung „Demenz und die Kunst zu leben“. Die Ausstellung zeigt Bilder, die im Rahmen einer kunsttherapeutischen Betreuung von Menschen mit Demenz entstanden sind.
Um 11.00 Uhr wird Bürgermeister Axel Düker die Gäste begrüßen, die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt wird die Ausstellung anschließend als Schirmherrin offiziell eröffnen. Die Vernissage wird von Schülerinnen und Schülern der Musischen Bildungsstätte e.V. begleitet. Die Diplom-Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin Nicole Jürgens wird unter dem Motto „Komm einen Schritt näher, ich zeig Dir meine Welt“ eine Einführung in das Thema und Erklärungen zu den Bildern geben.
„Komm einen Schritt näher, ich zeig Dir meine Welt“, diese Aufforderung ist ungewöhnlich für alle, die selbst oder in ihrem Lebensumfeld mit „Demenz“ konfrontiert werden. In der Ausstellung werden Bilder präsentiert, die unter der Leitung der Kunsttherapeutin Nicole Jürgens im Förderverein für Alzheimer Betroffene und deren Angehörige e.V. Hannover entstanden sind. Die Bilder erzählen die Geschichte der Menschen, die sie geschaffen haben. Sie erzählen, was ihnen wichtig ist und was sie fühlen und wie sie mutig ihren Weg gehen.
„Malen als Brücke zur Kommunikation“, unter diesem zweiten Motto werden Bilder gezeigt, die unter der Leitung der Kunstpädagogin Erika Lührmann im Pflegeheim Friedrich-Rittelmeyer-Haus in Hannover entstanden sind. „Menschen mit Demenz malen, seit ihrer Demenz, trotz ihrer Demenz“, sagt die Kunstpädagogin. „Sie suchen nach einer neuen Sprache, wenn Worte fehlen. Diese Gesamtausstellung will Mut machen. Mut, aufeinander zuzugehen Sie gibt diesen Menschen ein Gesicht“. Und sie zeigt, dass das Leben nicht zu Ende ist mit der Diagnose „Demenz“.
Die Ausstellung ist bis zum 27. Juli im Rathaus in Großburgwedel während der Öffnungszeiten zu sehen. Sie wird auch am Kunstwochenende im Rahmen von Kunst in Bewegung am Samstag, 12. Juli von 13.00 bis 20.00 Uhr und am Sonntag, 13. Juli von 11.00 bis 18.00 Uhr als Sonderausstellung zu sehen sein.
Die Veranstalter des Arbeitskreises Demenz Burgwedel haben für ein hochkarätiges Begleitprogramm zur Ausstellung gesorgt: Den Beginn macht Prof. Dr. Klaus Hager am Mittwoch, 9. Juli um 17.00 Uhr. Hager ist Chefarzt des Zentrums für Medizin im Alter am Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung Hannover. Er referiert zum Thema „Leben in einer eigenen Wirklichkeit. Menschen mit Demenzerkrankung begegnen“. An den drei Donnerstagen 10. Juli, 17. und 24. Juli gibt es jeweils in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr Informationen zur Ausstellung von Mitgliedern des Arbeitskreises Demenz.
Am Mittwoch, den 16. Juli steht ein Vortrag der Kunstpädagogin Erika Lührmann auf dem Programm unter dem Thema „Malen als Brücke zur Kommunikation“. Am Mittwoch, den 23. Juli referiert Hannelore Beschmann, Übungsleiterin der Turnerschaft Großburgwedel, ab 17.00 Uhr zum Thema „Beschäftigung mit demenziell Betroffenen anhand praktischer Beispiele und Übungen“.
Schulen und Berufsschulen, die das Thema in Führungen und Workshops erarbeiten möchten, können sich unter 05139-3490 an den Arbeitskreis Demenz wenden.