Ausstellung des Kunstvereins

Die Ausstellung präsentiert Fotos von Menschen, die nach ihrer Flucht aus Afghanistan und Syrien bei uns angekommenen sind. (Foto: Rüdiger Reckstadt)

Fotografien von Rüdiger Reckstadt im KulturKaffee

ISERNHAGEN (r/bs). Der Kunstverein Burgwedel-Isernhagen hat das Jahr 2017 unter das Motto "heimat.de" gestellt und möchte damit ein Zeichen setzen und die Thematik künstlerisch bearbeiten.
Den Anfang macht eine Fotoausstellung im KulturKaffee Rautenkranz, Isernhagen, Hauptstraße 68, mit Bildern des hannoverschen Fotografen Rüdiger Reckstadt, die am Sonntag, 8. Januar um 17.00 Uhr.
Die ausgestellten Arbeiten zeigen großformatige Portraits von geflüchteten Menschen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen. Er möchte mit dieser Ausstellung mit Hilfe des Mediums Fotografie Verständnis für die Situation dieser Menschen wecken.
Die Ausstellung präsentiert Fotos von Menschen, die nach ihrer Flucht aus Afghanistan und Syrien bei uns angekommenen sind. Fernsehbilder zeigen Flüchtlingsströme, mitunter ist der Fokus kurz auf einzelne, meist leidende Menschen gerichtet. Gesichter sehen wir nur flüchtig, die Menschen sind uns fremd. Die großformatigen Bilder des Fotografen Rüdiger Reckstadt laden ein, die Gesichter genau und in Muße zu betrachten.
Die ausdrucksstarken Fotos gewähren den Blick in Gesichter von Menschen, die zu uns gekommen sind. Was zeigen uns die Gesichtszüge, die Augen, was drückt ihre Körperhaltung aus?
Der Betrachter erkennt Gemeinsamkeiten, das vermeintliche Fremde wird vertrauter. Die Menschen sind nicht auf Leid reduziert - sie sind "wie du und ich", wenn auch aus einer anderen Kultur, gleichermaßen ähnlich wie fremd, mit einem früheren, ganz normalen Leben.
Die Kamera soll als verbindendes Element mit Mitteln der Fotografie zu mehr Verstehen beitragen.Es sind Fotos in einem Fotostudio entstanden das in einer Erstaufnahme-Einrichtung von dem Fotografen Rüdiger Reckstadt aufgebaut worden war.
In wiederkehrenden Begegnungen erwarb er das Vertrauen der dort lebenden Menschen. Dies schuf die Voraussetzung, dass sich die Frauen, Männer, Familien sowie die Kinder und Jugendlichen der Kamera stellten. Kulturelle, aber auch religiöse Hürden mussten überwunden werden, bis es zu den ausgestellten Bildern kommen konnte.
Alle erklärten sich mit der Veröffentlichung einverstanden. Ja, mehr noch: das Ansinnen des Fotografen, mit Hilfe der Veröffentlichung der Fotos zu mehr Verständnis beitragen zu können, erfüllte sie mit Freude und Stolz.
Die Ausstellung ist vom 8. Januar bis 29. Januar im KulturKaffee Rautenkranz, Hauptstr. 68, Isernhagen, zu sehen.