Ausschuss bringt Ganztagsbetreuung für Grundschule Großburgwedel auf den Weg

Der Busbahnhof am Schulzentrum erscheint riesig. Aber soviel Raum wird auch für die großen Fahrzeuge benötigt. Etwa in Höhe der Bank links könnte der Überweg über die Hannoversche Straße entstehen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der Schulausschuss der Stadt Burgwedel wollte am Donnerstag noch nicht endgültig dazu Stellung nehmen, ob der jetzige Hort in Großburgwedel zur Mensa für die zu schaffende Offene Ganztagsschule werden soll. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Entscheidung über Mensa-Standort vertagt/Neues Licht für die Agora der Oberschule

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag vergangener Woche hatte der Schulausschuss der Stadt Burgwedel eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Die Zeit drängt, für einige Vorhaben müssen noch die Kosten in den Haushaltsplan für das kommende Jahr eingebracht werden.
Erster ausführlich diskutierter Punkt war die Verkehrsplanung am Schulzentrum Großburgwedel. Das mit einem Gutachten beauftragte Büro „Zacharias Verkehrsplanungen“ aus Hannover stellte seine Ergebnisse in der Sitzung nun vor.

Querwegung für Fußgänger

Der Busbahnhof erscheine auf dem Luftbild riesig, er biete in drei Reihen von jeweils 68 Meter Länge jeweils drei Bussen Platz. Er müsse so groß sein, denn für einen Bus benötige man mindestens 18 Meter Raum. Man müsse dazu noch jeweils ausreichend Platz für Kurvenfahrten und Rangieren einplanen. Das Planungsbüro stellte dem Ausschuss mehrere Varianten für die Entzerrung der Verkehrssituation vor. Im Grundsatz gelte es, die bestehende Achse zwischen den Schulgebäuden aufzugreifen und dabei den Fußgängerverkehr von Schülern, Lehrern und Besuchern so zu lenken, dass es fortan keinerlei Konfliktsituationen mehr geben wird.
Der Ausschuss empfahl, den Busbahnhof weitgehend unverändert zu belassen und die Besucher des Schulzentrums mit sogenannten Aufmerksamkeitsfeldern, das sind spezielle Pflasterungen, die ins Auge fallen, sicher zum Schulzentrum und zurück zu führen. Eine Querwegung für Fußgänger über die Hannoverschen Straße soll dort entstehen, dass der direkte Zugang zum E-Center möglich wird.
Nächster Punkt war die Aufstockung der Stelle des Schulsozialarbeiters an Gymnasium und Oberschule in eine unbefristete Vollzeitstelle. Diesem Punkt lag ein Antrag von CDU und FDP zugrunde. Der Ausschuss empfahl einstimmig diese Aufstockung.
Ferner stad die Sanierung der Verdunklungsmöglichkeiten der Fachräume der Oberschule Burgwedel auf der Tagesordnung. Die Sonnenschutzanlagen stammen aus dem Gründungsjahr der ehemaligen Realschule und sind somit stolze 40 Jahre alt. Eine Komplettsanierung der defekten Anlagen sowie die Neuanschaffung einer weiteren für den Raum ohne Verdunklungsmöglichkeit würde mit 48.000 Euro im Haushalt zu Buche schlagen. Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür.

Neues Licht für die Agora

Nächster Punkt war die Erneuerung der Beleuchtung in der Agora der Oberschule. Hier stellte die Verwaltung einen Plan vor, nach dem Leuchten in eine neu abgehängte Decke zwischen den Betonträgern als umlaufendes Lichtband eingebaut werden. Sinn sei, dass die Beleuchtung innerhalb der Betonquadrate indirektes Licht abgebe. Der Ausschuss bewilligte 69.000 Euro für das Vorhaben.
Weitere 98.000 Euro sollen für die Erneuerung der Ausstattung des Technikraums in den Haushalt eingestellt werden: Hier soll ein Bereich abgetrennt werden für Maschinen wie Bandsäge und Bandschleifer. Zudem müssen die elektrischen Anschlüsse an den Arbeitstischen erneuert werden und die Akustikdecke bedarf einer Sanierung. Die Kosten dafür betragen 35.000 Euro. Die Neuausstattung der Schülerarbeitsräume wurde mit 55.000 Euro veranschlagt. Zudem hatte die Verwaltung für die Neuanschaffung von Werkzeug 8.000 Euro veranschlagt.

Ganztagsschule Im Mitteldorf

Letzter Punkt der Tagesordnung war die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule für die Grundschule Großburgwedel, die zum Schuljahrsbeginn 2013/14 beginnen soll. In diesem Zusammenhang stellte die Rektorin der Grundschule Großburgwedel Juliane Parow eine Grobplanung für die Ganztagsschule vor, für die eine Arbeitsgruppe der Schule gesorgt hatte. Unterdessen ist auch von der Verwaltung eine Bedarfsabfrage nach Ganztagsbetreuung bei der Elternschaft gemacht worden, erklärte die Chefin des Sozialamts der Stadt, Christiane Concilio. Danach liege der Bedarf bei 162 Plätzen.
Juliane Parow ging von der Ausgangssituation aus, dass der Hort gleich neben der Grundschule weiter steigende Anmeldungen zu verkraften habe. Im Hort sei allerdings die Raumsituation jetzt schon unzureichend. Vorübergehend sind schon einige Hortkinder in den Kitas untergebracht. Die Offene Ganztagsschule solle an vier Wochentagen montags bis donnerstags angeboten werden. Eltern können entscheiden, ob sie ihre Kinder an zwei, drei oder allen vier Tagen betreut wissen wollen. Die Anmeldung müsse verbindlich für ein halbes Schuljahr sein. Die Schulpflicht ende um 15.30 Uhr, der zusätzliche Hort um 17.00 Uhr.
Die offene Frage sei: Wo kommt die Mensa hin? Die Grundschule leide schon jetzt unter Raumnot. Sie schlug vor, die Mensa im jetzigen Hort anzusiedeln. Bei einer Gegenstimme hat der Schulausschuss der Veraltung empfohlen, wie geplant den Beginn der Offenen Ganztagsschule in Großburgwedel zum Schuljahrsbeginn 2013/14 zu beantragen. Die Lösung des Problems um die notwendige Mensa bleibt bis Januar weiter auf der Agenda des Ausschusses.