Ausbildungsstand auf hohem Niveau

Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg hatte Grund zur Freude: Marc Otte (r.) wurde zum Oberbrandmeister, sein Stellvertreter Carsten Möhlenbrink zum Brandmeister befördert. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Sie erhielten das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr: Wilhelm Heinrichs (2. v. l.), rechts daneben Heinrich Möhlenbrink und Heinrich Hemme. Mit ihnen freuten sich Marc Otte (l.) und Carsten Möhlenbrink sowie Volker Kluth (r.). (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feuerwehr Fuhrberg kürt Alexander Öhlerking zum „Feuerwehrmann des Jahres“

FUHRBERG (bgp). Gute Stimmung und ein turbulentes Jahr: so lässt sich die Bilanz auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Fuhrberg zusammenfassen. Laut Ortsbrandmeister Marc Otte rückten die Kameradinnen und Kameraden 30 Mal zu Einsätzen aus, der Brand in der Fuhrberger Zimmerei im Januar und Hilfeleistung nach tagelangem Starkregen im Juni forderten die 56 Aktiven besonders.
Marc Otte blickte am Abend der Jahreshauptversammlung auf eine große Runde im voll besetzten Evangelischen Gemeindehaus. Zum Auftakt und in den Pausen verbreitete der Feuerwehrmusikzug mit Blasmusik Volksfeststimmung an den Tischen, einige gute Geister des Schützenvereins Fuhrberg hatten die Bewirtung der Gäste übernommen.
In diesem feierlichen Rahmen hatte der Ortsbrandmeister einiges zu berichten. Insgesamt leistete die Fuhrberger Wehr 8719 Dienststunden, von denen 2263 auf den Feuerwehrmusikzug entfielen und 2364 auf die Jugendfeuerwehr. Für die 30 Einsätze der Aktiven, welche aus zwanzig Hilfeleistungen und acht Bränden sowie zwei Brandsicherheitswachen bestanden, wurden 569 Stunden aufgewendet.
Damit leitete Marc Otte zu einer breiten Palette von Einsätzen über, manche seien „besonders“ gewesen. So habe der Brand eines „Love-Mobils“ aufgrund unsachgemäßer Handhabung einer Gasflasche durch einen Servicetechniker für Kommentare im Kollegenkreis gesorgt, sagte Otte schmunzelnd.
An einem Juniabend habe die Wehr sich außerdem um zwei Personen kümmern müssen, die sich im Wald nahe des Fuhrberger Wasserlehrpfades verlaufen hatten, sie wurden wohlbehalten zum Parkplatz begleitet. Einen Großeinsatz habe die Feuerwehr bei dem Dachstuhlbrand der Fuhrberger Zimmerei zu leisten gehabt. Gemeinsam mit den Wehren aus Großburgwedel, Kleinburgwedel und der Drehleiter aus Mellendorf, sei es gelungen, Nebengebäude und etliche PC-Arbeitsplätze schadlos zu halten.
Einsätze mit technischer Hilfeleistung bestimmten das Einsatzgeschehen im Sommer. Allein neun mal rückte die Wehr aus, um Keller leer zu pumpen, die Celler Straße im Ort zu entwässern oder Wasserschäden in Klein- und Großburgwedel zu beseitigen, da starke Regenfälle und Unwetter die Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet in Atem hielten.
Drei Verkehrsunfälle gehörten ebenso zum Einsatzgeschehen wie die Rettung einer schwergewichtigen Person aus dem Obergeschoss einer Fuhrberger Wohnung in Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Mellendorf. Der Bericht des Ortsbrandmeisters fiel entsprechend lang aus und verdeutlichte die Vielfalt der Einsätze, für die ein hervorragend ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Das trifft auch für den Nachwuchs zu, denn die Jugendfeuerwehr hatte bei den Heimberg Fuchs Wettkämpfen am Stadtfeuerwehrtag im Juni 2016 den ersten Platz belegt.
13 aktive Kameradinnen und Kameraden hatten an Lehrgängen mit Erfolg teilgenommen. Alexander Öhlerking absolvierte sowohl einen Truppführer Lehrgang als auch einen in Technischer Hilfeleistung. Dieser Erfolg in Verbindung mit seiner Tätigkeit als Atemschutzgeräteträger und einer Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann brachte ihm die Auszeichnung „Feuerwehrmann des Jahres“ durch den stellvertretenden Ortsbrandmeister Carsten Möhlenbrink ein.
Verstärkung erhalten die Aktiven durch die zum Feuerwehrmann beförderten Kameraden Cord Lühring und Mirza Kovacevic sowie Hendrik Grimmelt, der aus seiner Fördermitgliedschaft eine aktive machte. Mia Sophie Möller trat in die Jugendfeuerwehr ein und Viann Fricke verstärkt in Zukunft den Feuerwehrmusikzug. Alicia Möhlenbrink und Lara Gerns wurden zur Oberfeuerwehrfrau befördert, Jan Otte nahm von seinem Bruder Marc die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann entgegen. Stadtbrandmeister Ingo Motl beförderte die Jugendfeuerwehrwartin Manuela Helbig zur Löschmeisterin. Als Höhepunkt des Abends nahm Motl die Beförderung von Marc Otte zum Oberbrandmeister vor. Dieser hatte anschließend die Ehre, seinen eigenen Stellvertreter, Carsten Möhlenbrink, zum Brandmeister zu befördern.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Albert Hahne sowie Fritz Töllner und Hans Joachim Voigt (beide abwesend) geehrt. Christian Hartmann konnte sich über eine Ehrung für 25-jährige Dienste im Feuerlöschwesen freuen. Bereits 40 Jahre aktiven Dienst im Feuerlöschwesen haben Willi Heinrichs, Harry Toastmann und Michael Voges sowie Wolfgang Wojke geleistet. Sie wurden vom Stadtbrandmeister mit dem Niedersächsischen Feuerwehrehrenzeichen ebenso geehrt wie Heinrich Hemme, Wilhelm Heinrichs sowie Heinrich Möhlenbrink, die bereits auf 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr zurückblicken.
Mit ihnen im Bunde sind Horst Möhring und Willi Wöhler, beide konnten an dem Abend nicht dabei sein, so wie auch der Kamerad Hermann Eickmann, welchem im Nachgang ein Ehrenzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft überbracht werden wird.
Henrike Wöhler wurde für die 10-jährige aktive Mitgliedschaft im Feuerwehrmusikzug geehrt, ihre Mutter Alke ist bereits 20 Jahre aktiv als Musikerin dabei, so wie auch die Kameradin Sandra Lüssenhop, welche für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt wurde.
In diesem Jahr wird die Fuhrberger Feuerwehr über das normale Dienstgeschehen hinaus mit der Planung eines neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs 20 (HLF 20) befasst sein und sich um die Feier zum 125-jährigen Bestehen im Jahr 2018 kümmern.