Aus Burgwedel wird „Boule-wedel“

Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller testet die neue Boule-Anlage. (Foto: Dana Noll)

Neue Boule-Anlage des FC Burgwedel eingeweiht

BURGWEDEL (dno). Leider passte das Wetter nicht ganz zur Einweihung des neuen Boule/Pétanques-Platzes auf der Anlage des FC Burgwedel. Denn im Gegensatz zum Ursprungsland Frankreich, wo bekanntlich häufig die Sonne scheint, regnete es zur Eröffnung am letzten Sonntag in Strömen. Für engagierte Boule-Spieler, wie Karl Wilhelm Goebel, kein Problem. Gemeinsam mit Burgwedels Bürgermeister Axel Düker, Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller und dem Vorsitzenden des FC Burgwedel, Thomas Bannasch, weihte er die Anlage im Rahmen der Saisoneröffnung ein.
Pétanques – oder im Volksmund Boule – ist ein ruhiger und kommunikativer Sport. Die Spielidee ist einfach und die Regeln überschaubar. Ziel ist es, möglichst nah mit der eigenen Spielkugel an die Zielkugel, auch „Schweinchen“ genannt, zu kommen. Diese kann aber auch herausgedrückt oder weg geschossen werden. Vor gut 100 Jahren in Frankreich erfunden, erfreut es sich dort einer großen Beliebtheit. Aber auch in Deutschland wächst das Interesse. So erwähnte Karl Wilhelm Goebel in seiner Ansprache, dass „es eher ein Sport für ältere Menschen sei, aber durchaus als Ausgleich auch für jüngere Leute zu empfehlen. Denn Boule ist eher spielerisch, als athletisch zu sehen. Und es macht eine Menge Spaß!“
Das konnten Axel Düker und Rolf Fortmüller bestätigen, die auf der neuen Anlage nicht nur ihre ersten Würfe machten, sondern eine gute Figur noch dazu. Bei einem guten Glas Rotwein – auch das gehört ganz im Sinne von „Vive la France“ dazu – erzählte Thomas Bannasch von der Idee „Bürgerarbeit“, aus der diese neue Boule-Anlage sowie ein Kinderspielplatz und ein Beach-Soccer-Platz entstanden sind. Viel Eigenleistung, einige tausend Euro und anderthalb Jahre Bauzeit waren nötig, um das Projekt umzusetzen.
Dieses besondere Engagement würdigte auch Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller: „Die Plätze sind „tip top“, die Anlage ist sehr gepflegt.“ Axel Düker lobte die Ideenvielfalt und fügte hinzu: „ Die Wartehäuschen am Platzrand sehen nicht nur aus wie Bushaltestellen, sie waren auch welche!“
Der Vorsitzende des FC Burgwedel verwies auch stolz auf die neuen Tore, die mit Hilfe von Sponsoren finanziert werden konnten: „Wir sind immer daran interessiert, unsere Anlage zu erweitern und zu optimieren. Dabei sind wir immer auf finanzielle Unterstützung angewiesen und freuen uns über jeden Spender.“ Auch die 2. Herrenmannschaft kann sich dank eines Sponsors über die neuen Trikots freuen.
Bei Grillwurst und Getränken - wetterbedingt wurde warmer Kaffee bevorzugt - kämpften dann circa sechzig Kinder und Jugendliche in gemischten Mannschaften um den Fußball- Tagessieg, die beliebten Gutscheine für die Eisdiele.