Auftakt der Schützenfest-Saison in der Stadt Burgwedel

Beim Königstanz unter der Vereinsfahne: Stadtkönig Andreas Krüger und Ehefrau Inetz. (Foto: Renate Tiffe)
 
Die schwarze Scheibe der Feuerwehr – wichtiger Bestandteil und Station beim Scheibenannageln. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Beitrag von Renate Tiffe: „Drei tolle Thönser Tage“ mit vielen Traditionen

THÖNSE (ti). Es war ein gelungener Auftakt der Burgwedeler Schützenfest-Saison. Drei Tage lang feierten die Schützen von „Edelweiß Thönse“ und mit ihnen viele Dorfbewohner und Gäste aus den umliegenden Dörfern und Gemeinden ihre „tollen Tage“.
Es sind die vielen Eigenheiten und kleinen Traditionen, die die große Tradition des dörflichen Schützenfestes lebendig erhalten. Dazu gehören die Einladungen zum Kommersabend am Freitag wie die geheimgehaltene Verleihung der schwarzen Scheibe beim Schützenausmarsch am Samstagnachmittag und „das Wecken“ durch den Fanfarenzug am Sonntagmorgen. Von Anfang bis Ende dabei, der Ehrenvorsitzende Siegfried Schimkewitsch.
Einer der Höhepunkte beim Ausmarsch zum Scheibenannageln war die Verleihung der Scheibe an Stadtkönig Andreas Krüger. Nach dem obligaten Königstanz mit Ehefrau Inetz stiegen zwei Schützenbrüder im hinteren Bereich des Anwesens auf die Leitern um das wunschgerechte Anbringen der Scheibe mit einer „Schnapsdusche“ abzuschließen.
Die Mitgliedschaft im Schützenverein sei in seiner Familie Tradition, sagte der Unternehmer und stellvertretende Thönser Ortsbürgermeister. Schon sein Vater sei „bei den Schützen“ gewesen. Und neben seinen Scheiben hängt bereits die Kinderscheibe seines Sohnes Nils.
Kurz war danach der Weg zum neuen Inhaber der schwarzen Scheibe, welche die Feuerwehr in jedem Jahr in Eigenregie an einen ihrer verdienten Leute übergibt. „Einmal rechtsrum, einmal linksrum“ ging es zu Marco Reichstein, wo Ehefrau Manja den Zug erwartete. Die Feuerwehr spielt eine große Rolle im Thönser Schützenverein.
Die Regie am Samstagnachmittag sieht vor, dass zunächst die Jugendscheibe ausgetragen wird. Finn Bjarne Weimann „wählte“ seine Mutter als Partnerin zum Königstanz. Nach dem Stadtkönig ließ sich Dustin Lege als Junggesellenkönig feiern.
Beim Schützenkönig wird neben nichtalkololischen Getränken und Bier stets ein Imbiss als Stärkung für den Rest des Weges gereicht, ein Brauch, dem Axel Goldbaum schon zum vierten Mal gerne genügte.
Der Geschäftsmann aus Thönse, aus Isernhagen HB stammend, kann sich nichts anderes vorstellen als dem Schützenverein anzugehören. Er habe schon als Kind am Ostereierschießen teilgenommen, bekundet er - und macht sich schon Gedanken für das nächste Schützenfest.
Wie üblich endet der Umzug bei der Schützenkönigin, wo es Kaffee und Kuchen gibt. Da Susanne Zechmann aus Altwarmbüchen kommt, wurde ihre Scheibe am Schützenhaus angenagelt.
Von dort war es nicht mehr weit zum Festplatz am Dorfrand, wo sich den Besuchern neben Kinderkarussel und Autoscooter noch andere Atraktionen boten. Das Fest konnte seinen Verlauf nehmen und endete nicht nur für die Schützinnen und Schützen bei der „Majestäten-Party“ lange nach Mitternacht.
Was nicht ausschloss, dass der Fanfarenzug bereits am frühen Sonntagmorgen „zum Wecken“ durch das Dorf zog. Beim Königsessen zu Mittag waren alle wieder im Festzelt dabei. Das große Platzkonzert mit dem Thönser Fanfarenzug und der befreundeten Kapelle aus Oelber sowie den „Blue Diamonds“ aus Nienhagen in ihren Uniformen mit dem auffallenden Kopfschmuck brachte noch einmal mächtig Stimmung ins Zelt - Ausklang für das Fest der Dorfgemeinschaft in diesem Jahr.