Aufruf zur Mitmachaktion: „Wir brechen das Schweigen“

„Wir brechen das Schweigen“: Aufruf der Mitarbeiter der Verwaltung zur Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen. (Foto: Stadt Burgwedel)

Aufforderung zur Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen

BURGWEDEL (r/bs). Seelische und physische Gewalt gegen Frauen ist ein Thema über das selten gesprochen wird - obwohl erschreckend viele Frauen betroffen sind.
Einer 2014 veröffentlichten Studie der EU-Grundrechte-Agentur zufolge ist in Europa jede dritte Frau seit ihrer Jugend Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden. Betroffen sind demnach etwa 62 Millionen Frauen.
Etwa jede vierte Frau, die in Deutschland lebt, ist mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner geworden. Gewalt gegen Frauen in unterschiedlichen Formen findet alltäglich und mitten unter uns statt. Opfer von Gewalt gegen Frauen sind immer auch die Kinder, denn sie erleiden häufig selbst Gewalt oder beobachten sie.
Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November startete das Hilfetelefon eine bundesweite Mitmachaktion. Unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen" sollen so viele Menschen wie möglich dazu bewegt werden, sich solidarisch mit von Gewalt betroffenen Frauen zu zeigen.
Das ließen sich einige Mitarbeitende der Verwaltung der Stadt Burgwedel nicht zweimal sagen und trafen sich zu einer Fotoaktion im Rathaus. „Wir wollen Frauen Mut machen, das Schweigen zu brechen und sich zu trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, heißt es aus dem Rathaus.
Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher in verschiedenen Sprachen und barrierefrei beraten zu lassen. Es ist 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei unter 08000 - 116 016 erreichbar. Die Mitarbeiterinnen stehen hilfesuchenden Frauen vertraulich zur Seite und leiten sie bei Bedarf an die passenden Unterstützungsangebote vor Ort weiter. Das Angebot ist auch für Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie für Fachkräfte offen.