Auf die Eiche ist Verlass

Große Mengen Eichenholz warten im Fuhrenkamp auf ihren Verkauf bzw. Abtransport. (Foto: Joachim Hansmann (Niedersächsische Landesforsten))

Gute Ergebnisse bei der Wertholz-Submission

FUHRBERG (r/jk). Forstamtsleiter Karl-Heinz Bremus ist sehr zufrieden. Die vom Forstamt Fuhrberg angebotenen 270 Festmeter wertvolles Eichen-Stammholz wurden mit einem Durchschnittspreis von 399 Euro/Kubikmeter verkauft. „Damit liegen wir noch über dem Durchschnitt der Landesforsten von 378 Euro, der schon allein eine Steigerung von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt“, stellt er erfreut fest.
Dabei war die Marktsituation im November 2009 noch recht unübersichtlich, vorsichtshalber hatten viele Forstbetriebe daher ihren Eicheneinschlag reduziert um nicht Holz um jeden Preis zu verkaufen zu müssen.
Neben dem Forstamt Fuhrberg hatten auf dem 2008 im „Fuhrenkamp“ speziell für Wertholzversteigerungen eingerichteten Holzlagerplatz auch andere Anbieter, wie das Landwirtschaftskammer-Forstamt Celle oder die Stadtforst Hannover, Eichenholz angeboten.
„Viele Spaziergänger wundern sich über die großen Holzmengen, die hier jedes Jahr liegen“ berichtet der für den Lagerplatz zuständige Förster Alexander Betge. „Die meisten wissen nicht, dass das Holz aus einem großen Einzugsbereich von Lachendorf im Osten bis Wunstorf im Westen und Kirchwehren im Süden stammt.“
Auf jeden Fall können die Waldbesucher sicher sein, dass das Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt, d.h. es wird von den Waldeigentümern auch langfristig gesehen nicht mehr Holz eingeschlagen als nachwächst. Insbesondere bei den Baumarten Eiche und Buche können darüber hinaus viele Bäume uralt werden, sie werden als sogenannte Habitatbäume niemals gefällt.
Unter den Käufern befinden sich viele langjährige Stammkunden aus Norddeutschland, ein Käufer kommt aus Dänemark.
Gutes Eichenstammholz hat viele Verwendungszwecke. Es reicht vom Möbelholz über Dielenböden oder auch Cognac-Fässer bis hin zu wertvollen Furnieren für Möbelfronten oder exklusive Innenausstattungen. Viele Käufer lassen ihr Holz noch eine ganze Weile im Wald liegen – mitunter bis zu einem Jahr – und fahren es nach ihrem Bedarf in den einzelnen Werken ab. Besonders wertvolle Stämme werden an den Stirnseiten mit Wachs konserviert um ein Aufreißen oder Verfärben zu verhindern.