„Auch 2018 wird es nicht langweilig“

30 Jahre besteht das Haus der Kirche in Kleinburgwedel.

Gut besuchter Neujahrsempfang des Ortsrates Kleinburgwedel

von Birgit Schröder

KLEINBURGWEDEL. Ein Rückblick auf Themen, die den Ortsrat im vergangenen Jahr beschäftigten, sowie Planungen für das Jahr 2018 standen im Mittelpunkt des traditionellen Neujahrsempfangs des Ortsrates Kleinburgwedel im gut gefüllten Saal des Schützenkruges. Dabei wurde ein Bogen geschlagen vom Würmsee, über die Friedhofsumgestaltung, die Erweiterung der Grundschule bis hin zu „30 Jahre Haus der Kirche“.
Die Umgestaltung des Friedhofes habe 2017 in großen Schritten begonnen, erläuterte Ortsbürgermeister Schodder. Dabei sei großen Wert darauf gelegt worden, die Anpassung an neue Bestattungsformen ganz behutsam umzusetzen. „Jetzt ist es auch in Kleinburgwedel möglich, eine Bestattung unter Bäumen vorzunehmen“, so Schodder.
Darüber hinaus werden in diesem Jahr noch ein Urnenfeld für sogenannte Sternenkinder, Kinder, die vor, während oder nach der Geburt gestorben sind, und ein Gedenkplatz zur Ablage von Blumenschmuck angelegt. Ein Wasserspiel und Sitzgelegenheiten werden die Umstrukturierung vervollständigen.
Auch in Sachen Würmsee habe sich nun endlich etwas getan, freute sich Schodder. Seit den Pflegemaßnahmen rund um den See und dem Aufstellen neuer Bänke, erlebe das Kleinod regen Besucherandrang, von dem auch die Gaststätte ganz erheblich profitiere, schmunzelte der Ortsbürgermeister. Einziger Wermutstropfen: die geplante Entschlammung sei bislang nicht erfolgt. „Die schweren Fahrzeuge können wegen der völlig durchnässten Böden nicht nah genug an den See heranfahren“, erläuterte Schodder das Problem.
Das Thema Schulanbau wird Kleinburgwedel auch im Jahr 2018 weiter beschäftigen. Wegen der direkten Nähe des Anbaus zum Moorweg hätten die Planungen dem Ortsrat ganz schön Bauchschmerzen bereitet. Trotz dieser Bedenken sei dann doch die Entscheidung gefallen, Mensa, Bücherei und Horträume in einem Gebäudekomplex entlang des Moorwegs unterzubringen. Unter dem Stichwort „Campus“ könne man nun den Platz zwischen der Schule und dem gegenüberliegendem Haus der Kirche gestalterisch beplanen.
Zentrales Thema des Neujahrsempfangs war das 30-jährige Bestehen des Hauses der Kirche.
Pastor Hendrik Plasse, von 1980 bis 1989 Pastor in der Gemeinde, erinnerte sich. Es habe unterschwellig große Unzufriedenheit in Kleinburgwedel geherrscht. Eine Kirche fehlte. In dieser Situation hätten sich knapp 100 Mitbürgerinnen und Mitbürger gefunden, die 1982 den Kirchbauverein gegründet haben.
Der engagierte Verein habe in Verhandlungen mit der Landeskirche einen Konsens für eine räumlich begrenzte Lösung erreicht: Ein Fachwerkhaus wurde in Mesmerode abgebaut und von der Gemeinde in Eigenleistung in Kleinburgwedel wieder errichtet. 1987 feierte man die Eröffnung des Hauses der Kirche. Das Gebäude ist heute nicht mehr wegzudenken aus der Ortschaft. Es bietet knapp 40 Gruppen des Kleinburgwedeler Teils der St. Petri Gemeinde ein Zuhause.