Arbeitsreicher Jahresauftakt für die Freiwilligen Feuerwehren

Beim Eintreffen der Feuerwehren stand der Dachstuhl bereits in Flammen.
 
Rund 45 Feuerwehrleute aus Fuhrberg und Kleinburgwedel sowie Kameraden aus Mellendorf mit ihrer Drehleiter waren im Einsatz.

Brände in der Silvesternacht in Fuhrberg und Großburgwedel

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (bs). Wenig Zeit zum Feiern hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Burgwedel und Isernhagen. Noch vor Beginn des neuen Jahres, Silvester um 23.50 Uhr, wurden die Fuhrberger Kameraden zum Einsatz gerufen. An der Celler Straße war eine Scheune in Brand geraten.
Beim Eintreffen der Ortswehr brannte das Dach bereits lichterloh. Das Feuer griff dann auf die Scheune über, in der altes Stroh, Gartengeräte und Holz lagerten. Rund 45 Feuerwehrleute aus Fuhrberg und Kleinburgwedel sowie Kameraden aus Mellendorf mit ihrer Drehleiter waren im Einsatz.
Erst gegen 4.00 Uhr in der Früh war der Brand gelöscht. Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 10.000 Euro. Die L 310 war während des Einsatzes komplett gesperrt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass eine vorzeitig abgefeuerte Silvesterrakete das Feuer verursacht hat. Die Brandermittler werden in den kommenden Tagen den Brandort noch genauer untersuchen.
Gerade noch zum Anstoßen auf das neue Jahr reichte es für die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel. Um 0.32 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand „Am Mühlenfeld" gerufen. Das Feuer war im Giebelbereich im 3. Obergeschoss eines im Rohbau befindlichen Hauses ausgebrochen. Nachdem sich die Einsatzkräfte Zugang zu dem verschlossenen Haus verschafft hatten, wurden mithilfe der Wärmebildkamera im Giebelbereich mehrere Glutnester unter der Dämmung festgestellt.
Mittels Rettungssäge wurden die betroffenen Bereich geöffnet, Dämmmaterial entfernt und Glutnester abgelöscht. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Kleinburgwedel, Thönse und der Drehleiter aus Altwarmbüchen. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Die Ursache ist derzeit noch ungeklärt – auch hier werden die Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes in den nächsten Tagen noch genauere Untersuchungen vornehmen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.
Auch die Feuerwehr Altwarmbüchen war in der Silvesternacht im Einsatz. Die erste Alarmierung erfolgte gleich um 00:04 Uhr. Eine Hecke im Franz-Steinecke-Weg war durch eine Rakete in Brand geraten. Vor Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges konnte der Heckenbrand durch Anwohner selbst gelöscht werden.
Zurück im Feuerwehrhaus reichte es noch gerade zum Gläseranstoßen, bevor die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug gegen 00.43 Uhr zum nächsten Einsatz zur Unterstützung der Burgwedeler Feuerwehren nach Großburgwedel gerufen wurden.
Die Nacht von Silvester auf Neujahr ist alle Jahre wieder die einzige im Jahr, in der die Bevölkerung nachts ein Feuerwerk abbrennen darf. Trotz aller Warnungen sind es häufig alkoholisierte „Sprengmeister“, die für den Einsatz der Feuerwehren verantwortlich sind.
Geradezu Unglaubliches erlebten die Fuhrberger Kameraden bei ihren Löscharbeiten. Mitten im Einsatzgeschehen, keine 30 Meter von der in Flammen stehenden Scheune entfernt, direkt neben einem Feuerwehrfahrzeug brannten junge Leute aus der Nachbarschaft ihr Silvesterfeuerwerk ab – bis die Feuerwehrleute dem ein Ende setzten. Es sei ja schließlich Silvester, begründeten die „Feuerwerker“ ihre Aktion ...