Antrag von SPD und Grünen zur Medizinstrategie 2020

Klinikneubau in Großburgwedel und Klinikum Lehrte erhalten

BURGWEDEL/LEHRTE (hhs). Die beiden Faktionen von SPD und Grünen haben am Donnerstag einen Antrag zur Erweiterung der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit der Region Hannover vorgelegt.
Darin war formuliert, dass die Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover das Konzept für einen Krankenhausneubau in Großburgwedel und die Weiterentwicklung des Krankenhauses in der Lehrte voran bringen soll. Das Klinikum in Lehrte soll danach zu einem altersmedizinischen Versorgungszentrum mit innerer Medizin, Traumatologie/Unfallchirurgie und einer Notfallaufnahme zukunftsfähig gemacht werden.
Zur Erweiterung der Tagesordnung des Ausschusses wäre eine Zweidrittelmehrheit notwendig gewesen. Die kam aber nicht zustande. Die Regionsverwaltung hatte die Vorlage zu diesem Antrag nicht vorgelegt. Dieses Spiel wollten CDU und FDP nicht mitmachten. „Wir können doch nicht vernünftig über etwas diskutieren, was wir gar nicht kennen“, wunderte sich der CDU-Fraktionsabgeordnete Rainer Fredermann. Sie hatten den Antrag bis gestern Mittag nicht auf dem Tisch.
In einer Pressemitteilung der Grünen in der Regionsfraktion formulierten diese Entrüstung darüber: CDU und FDP seien an einer Diskussion der beiden Standort desinteressiert und zeigten durch ihr Verhalten Verantwortungslosigkeit.
Die CDU hält jetzt dagegen und argumentiert inhaltlich. Die vorgeschlagenen Schwerpunkte für das Krankenhaus Lehrte reichen ihr nicht aus und auch die wirtschaftlichen Fragen seien mit keinem Satz erwähnt worden. Der CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek sprach von einem „qualifizierten Altersheim mit Verbandsplatz“ im Zusammenhang mit den Zukunftsprojektionen zum Klinikum Lehrte. Für den CDU-Regionsabgeordneten und Mitglied des Landtages Rainer Fredermann ist es wichtig, dass die Planungen die beiden Klinikstandorte Burgwedel und Lehrte nicht gegeneinander ausspielen. „Beide Klinikstandorte müssen zukunftsfähig werden. Es darf keine Lösung für Lehrte kommen, bei der die Klinik dort das gleiche Schicksal erleide wie das Klinikum in Springe“.
Entschieden in Sachen Weiterentwicklung der beiden Kliniken in Burgwedel und Lehrte ist demnach nichts. Nun soll der Antrag der SPD und Grünen in einer Sondersitzung des Sozialausschusses der Regionsversammlung diskutiert werden. Anschließend am 1. März will die Regionsversammlung über die weitere Entwicklung der beiden Kliniken in Burgwedel und Lehrte entscheiden. Aber auch das ist keinesfalls sicher: „Das sind schließlich nur noch gut zwei Wochen“, so Fredermann.