An Besuchern kein Mangel beim Großburgwedeler Weihnachtsmarkt

Das wiederholte sich mehrmals: Sobald die Vorführung der Puppenbühne beendet war, umlagerten die Kinder ihren Weihnachtsmann. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Puppentheater und Weihnachtsmann begeisterten die Kleinen

GROSSBURGWEDEL (hhs). In den vergangenen Jahren regierten zum Weihnachtsmarkt immer Eis, Schnee und Kälte, in diesem Jahr waren es Regen, Wind und Kälte. Es war unangenehm, aber die Großburgwedeler hielt das nicht vom Weihnachtsmarkt-Bummel ab. Nur wenn es richtige regnete, herrschte ein wenig Leerlauf. „Eigentlich haben wir noch Glück gehabt“, sagte der Vorsitzende der den Markt organisierenden IGK, Karlheinz Schridde am Sonntag. „Wenn die Tropfen nicht mehr fielen, war der Markt an allen Tagen schnell wieder gut besucht“. Schridde muss es wissen, er „schob an allen Tagen Dienst“ in der Tombolabude der IGK, wo eine kaum überschaubare Menge an Gewinnen an den Mann oder die Frau gebracht wurden, und viele Weihnachtsgänse als Hauptpreise lockten.
Es waren in diesem Jahr einige Buden weniger auf dem Markt zu finden, was dem Spaßfaktor aber keinerlei Abbruch tat. Viele Stände mit heißen Getränken zogen die Besucher an, das war genau das richtige bei dieser Witterung. Für die heiße Verpflegung sorgte die hier bewährte Firma Lindemann, für den Spaß der eher kleinen Gäste verantwortlich waren das Karussell, zwar etwas abseits gelegen aber trotzdem sehr gut besucht, die Lauenburger Puppenbühne und schließlich der Weihnachtsmann, der alljährlich auf dem Großburgwedeler Markt Station macht.
So knappe 40 Kinder hatten sich am Sonntag zur ersten Aufführung in die Puppenbühne getraut. Das Warten währte nicht lange. Mit dem Glockenschlag 15.00 Uhr vom St.-Petri-Turm erklang die bekannte Melodie und der noch bekanntere Text: „Tri tra trallala, Kasperle ist wieder da...“. Die Kinder johlten und die meisten Erwachsenen auch. Nachdem der Kasper seine kleinen Zuschauer ein paar mal angesprochen hatte, ging dann richtig die Post ab. Der Räuber zog an des Kaspers Mütze, und dafür musste er in den Knast, natürlich nicht gleich, sondern über Umwege. Aber, das weiß man aus eigener Jugend, der kleine Mann mit der langen Nase und der Zipfelmütze gewinnt immer, und das ist beruhigend zu wissen. Die Geschichte ist ein mehr als 200 Jahre altes Erfolgsmodell. Als Dankeschön gab es kräftigen Applaus von den großen und kleinen Zuschauern. Als die kleinen Besucher aufstanden, entdeckten sie den Weihnachtsmann, der dann schwer umlagert wurde und an alle seine kleinen Geschenke verteilte. Das wiederholte sich nach allen Kasperl-Vorführungen und die Kindergesichter erstrahlten, wenn ihnen der weißbärtige Mann im roten Mantel die Gaben überreichte.
Es war ein gelungener, harmonischer Weihnachtsmarkt in Großburgwedel. Die Lions, Unicef und die Pestalozzi-Werkstatt sorgten für die weihnachtlichen Akzente, daneben gab es wunderschöne Holzarbeiten und Handgetöpfertes. Der Süßwarenstand war dicht umlagert und die Gewürzbude hatte in diesem Jahr ihren Schwerpunkt auf Backgewürze gesetzt. Nun kann das Weihnachtsfest kommen.