Ambulanter Hospizdienst feierte im St. Petri-Gemeindehaus

Erdmute Schodder wird aus dem Geschäftsführenden Ausschuss verabschiedet. Sie erhält ein Fotoalbum von Nicole Friderichsen und einen Blumenstrauß von Robert Schoevaart. Ute Rodehorst (rechts) hielt die Laudatio. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Gruppenbild mit Bürgermeistern: Die ehrenamtlichen Sterbebegleiter des ambulanten Hospizdienstes Burgwedel, Isernhagen und Wedemark. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neubesetzungen im Geschäftsführenden Ausschuss

BURGWEDEL (hhs). Am Sonntag hatte der Ambulante Hospizdienst für Burgwedel, Isernhagen, Wedemark zu seinem Sommerfest eingeladen. Veranstaltungsort war das Gemeindehaus der St. Petri-Gemeinde, das Gelände drumherum und der freie Platz davor.
Trotz der wirklich schwülen Hitze waren an diesem Mittag erstaunlich viele Gäste zu diesem Sommerfest gekommen. Wer es draußen im Freien nicht mehr aushalten konnte, fand einen Platz im großen Gemeindesaal, wo die Jazzband in der Zugluft zwischen den geöffneten Türen ihr Können zeigte. Da ließ es sich gut aushalten.
Es war ein Kommen und gehen bei diesem Sommerfest. Einige eher zufällige Gäste schauten vorbei, die während ihres Weges auf dem Küstergang vom leckeren Duft der Bratwürste vom Grill angelockt wurden.
Die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen des Hospizdienstes Ute Rodehorst und Nicole Friederichsen freuten sich über jeden Gast. Und damit hatten sie auch eine ganze Zeit gut zu tun, denn schnell hatten sich gut Hundert Besucherinnen und Besucher dort eingefunden.
Aber auch die Kommunen drückten den ehrenamtlichen Sterbebegleitern gegenüber ihre hohe Wertschätzung aus: Burgwedels Bürgermeister Axel Düker war gekommen mit seinem Stellvertreter Heinz Visel. Ortsbürgermeister Jürgen Schodder aus Kleinburgwedel genoss ebenfalls die Angebote an Speisen und Getränken. Aus der Gemeinde Isernhagen waren Sabine Müller und Dr. Renate Vogelgesang. Da kaum jemand ohne eine „kleine Aufmerksamkeit“ gekommen war, konnten sich die beiden Koordinatorinnen über steten Spendenfluss freuen.
Darüber hinaus versuchten einige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, Bücher für den guten Zweck an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Wer in den vielen Umzugskartons ein Buch seiner Wahl gefunden hatte, konnte es für einen kleinen freiwilligen Obolus mitnehmen. Geld werde immer gebraucht, erläuterten die Damen. Der Hospizdienst müsse Verbrauchsmaterialien wie Papier, Büromaterial und Ähnliches aufbringen. Das könne nur über Spenden finanziert werden.
Einige offizielle Worte kamen von den beiden Koordinatorinnen. Nicole Friederichsen sagte einleitend, wie der Tod zum Leben gehöre zum Leben auch das Feiern. Der Ambulante Hospizdienst habe in den vergangenen Jahren eine Menge erreicht und sei nun fest verankert im öffentlichen Bewusstsein.
Ute Rodehorst hatte die Aufgabe übernommen, zwei verdiente Mitstreiterinnen zu verabschieden. Erdmute Schodder hat ihre Mitarbeit im sogenannten Geschäftsführenden Ausschuss des Ambulanten Hospizdienstes Burgwedel, Isernhagen und Wedemark aufgegeben. Dieser Ausschuss erfüllt als ein Organ der Selbstregulation beim Hospizdienst alle Aufgaben, für die in einem herkömmlichen Verein der Vorstand zuständig ist. Neben Erdmute Schodder hatte auch Angelika Beck ihren Posten in dem Ausschuss abgegeben, allerdings schon im Vorfeld des Sommerfestes. Beide wollen sich wieder stark auf ihre eigentliche Aufgabe der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender konzentrieren.
Dann gab der Sprecher des Ausschusses Robert Schoevaart bekannt, dass die Nachfolger der beiden schon gefunden sind: Ursula Keßler und Hans Dohrmann.