Alte Musik in St. Petri-Kirche Großburgwedel

Die St. Petri-Kantorei. (Foto: St. Petri-Kirchengemeinde)

St. Petri-Kantorei singt die Matthäus-Passion von Heinrich Schütz

GROSSBURGWEDEL (r/jk). Die St.Petri-Kantorei führt am Sonntag, 13. März, im Rahmen des sonntäglichen 10 Uhr-Gottesdienstes – unter Leitung von Christian Conradi – die 1665 von Heinrich Schütz komponierte Matthäus-Passion auf. Als Solisten singen Kristina Rokahr (Sopran), Nils Giebelhausen und Henning Kaiser (Tenor) und Ralf Grobe (Bass).
1665 war für den Dresdener Hofkomponisten Heinrich Schütz ein sehr arbeitsreiches Jahr – er komponierte u. a. seine drei Passionen (Matthäus, Johannes und Lukas), von denen die Matthäuspassion die dramatischste unter den dreien ist. Sie wurde wohl am Sonntag Judica 1665 uraufgeführt. Die Matthäuspassion ist von der Dauer und der Besetzungsliste diejenige, die am umfangreichsten ist, und daher auch am meisten Spielraum für Dramatik und Inszenierung des Geschehens eröffnet. Dies hat Schütz in vollem Rahmen ausgeschöpft und mit dieser Passion einen Schluss- und Höhepunkt unter die lange Entwicklung der A-capella-Passionsform gesetzt. Ein Werk des Alters und der Reife, mit denen eine ganze Musikepoche ihren Abschluss findet.
Die Liturgin in dem Passionsgottesdienst ist Pastorin Bodil Reller.