Alte Fußball-Herren trafen sich nach knapp 40 Jahren

20 ehemalige Spieler Altherrenmannschaft des SV Fuhrberg waren am Freitag in die Sportgaststätte gekommen. Für einige war es ein Wiedersehen nach beinahe 40 Jahren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Spaß war immer das Erfolgsrezept der Alte Herren des SV Fuhrberg

FUHRBERG (hhs). Es war ein symbolträchtiger Abend am vergangenen Freitag im Sporthaus des SV Fuhrberg. Etwa 20 ältere Herren saßen im Clubzimmer der Sportgaststätte und tafelten ausgiebig. Geschätzte 1.500 Lebensjahre befanden sich in diesem Raum, was diese Gruppe miteinander verband, war die gemeinsame Lieblingsbeschäftigung aus jüngeren Jahren: Fußball spielen, und zwar in der Altherrenmannschaft des SV Fuhrberg. 1971 ging es damit los in der Ortschaft, erst Mitte der Achtziger war dann Schluss.
Fuhrberg hatte sich Ende der sechziger Jahre stark entwickelt. Neubaugebiete zogen Neubürger an. Es war die Generation der damals Dreißigjährigen, denen beruflicher Erfolg den Traum vom Eigenheim auf dem Land ermöglichte. Fuhrberg war darauf vorbereitet: Ein Schulneubau konnte noch eine Menge Kinder fassen, es gab den Schützenverein, die Freiwillige Feuerwehr und den Sportverein, der im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 gewissermaßen in der Euphorie auf den Weltmeistertitel gegründet worden war. Sogar ein eigenes Rathaus hatte der häufig als verschlafen bezeichnete Ort. Über die Notwendigkeit eines kirchlichen Gemeindehauses wurde schon laut nachgedacht.
Im Grünen wohnen, in der Stadt arbeiten, das war das Ziel vieler Neubürger, die in diesen Jahren kamen. Und sehr viele hatten in der Landeshauptstadt und im nahe gelegenen Celle in anderen Vereinen Fußball gespielt, mit ganz unterschiedlichem Erfolg. Viele dieser mittelalten Kicker traten in den Sportverein Fuhrberg ein und schnell war eine Mannschaft zusammen gekommen, die in der Kreisklasse neu zu spielen begann.
Und das tat sie mit großem Erfolg, erinnerte sich Klaus Bock, der auch in diesen Jahren in „Burgwedels Tor zur Südheide“ kam und hier blieb. Er war gewissermaßen Spielertrainer und entwickelte beim SV Fuhrberg eine in sich geschlossene spielstarke Altherrenmannschaft aus alteingesessenen Fuhrberger Spielern und den Neubürgern.
„Wir haben alle geschlagen, die damals gegen uns auflaufen mussten“, schmunzelte Bock im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Aufstiege folgten und Anfang der Achtziger spielte das Team in der Kreisliga. Und auch dort mit Erfolg. „Wir haben immer eine Menge Spaß gehabt miteinander“, beschrieb Klaus Bock das Erfolgsrezept. Irgendwann war dann Schluss mit dem Fußball spielen. Man verlor sich aus den Augen.
In den vergangenen Monaten starteten Klaus Bock und einige seiner ehemaligen Mitspieler einen Versuch, alle noch lebenden Kameraden zu einem Treffen ins Sporthaus einzuladen. Dieser gelang auf ganzer Linie: 20 Mitglieder der Fuhrberger Altherren waren zu diesem Wiedersehen am Freitagabend gekommen. Man war sich einig im Verlauf des Abends, so ein Treffen in Kürze zu wiederholen. Und es war wieder so wie damals auf dem Platz: „Wir haben eine Menge Spaß gehabt“, waren sich alle einig.