Adventssingen bringt die Kirche mitten ins Dorf

„Macht hoch die Tür“ erschallte es zum Abschluss auf Henkes Hof am Brombeerkamp in Kleinburgwedel. (Foto: Renate Tiffe)

Ausklang mit bekannten weltlichen Weihnachtsliedern

KLEINBURGWEDEL (ti). „Die Kirche ins Dorf bringen“ nennt Pastor Andreas Böger nachdenklich das, was alljährlich am Nachmittag des ersten Adventssonntags in Kleinburgwedel geschieht. Schon zum 8. Mal trafen sich sanges- und musizierfreudige Einwohnerinnen und Einwohner am Haus der Kirche, um an verschiedenen Orten des Dorfes gemeinsam den ersten Advent zu begehen.
Der erste Auftritt galt diesmal dem Schützenverein, der im Schützenkrug seine Weihnachtsfeier für die Senioren ausrichtete. Ein Ständchen der Adventsmusiker, die Liederhefte wurden verteilt und schon wurden gemeinsam Weihnachtslieder mit den geladenen Gästen angestimmt. Weiter ging es bei mittlerweile recht unfreundlichem Wetter und zunehmender Dunkelheit zu Familie Beimfohr junior im Neubaugebiet „Neues Land“. Letzte Station war gegen 18.00 Uhr Henkes Hof am Brombeeerkamp. Üblicherweise muss als letzter Ort ein Hof ausgesucht werden, weil das Adventssingen mit einer kleinen Andacht endet. Eine Doppelgarage auf dem weitläufigen Hofgelände bot sich an, in der auch Bänke aufgestellt waren - sehr begrüßt von den mittlerweile mehr als zwanzig Sängerinnen und Sängern. Den Musikanten waren unterdessen einige Mitspieler abhanden gekommen, so dass Pastor Böger mit seiner Gitarre nur noch zwei Bläser und eine Flötistin begleiten konnte. Der Sangesfreude tat das jedoch keinen Abbruch. „Macht hoch die Tür“ erschallte es aus dem ehemaligen Hühnerstall, weitere christliche Lieder folgten und eine Lesung: Worte des Propheten Jesaia „Mache Dich auf...“ Bögers Auslegung bezog sich auf das Warten im Adventsgeschehen.
Glühwein und Kakao wurden zum Wärmen ausgeschenkt und in den Feuerkörben draußen loderten dann doch - wider anfängliches Erwarten – die Flammen. Mit bekannten weltlichen Weihnachtsliedern klang das Kleinburgwedeler Adventssingen aus.