Adventssänger zogen durch den verschneiten Ort

Ein kleines Orchester hatte sich zur Begleitung der Adventssänger eingefunden: drei Gitarren, eine Blockflöte, Geige, Akkordeon und zwei Bläser. (Foto: Anna Kentrath)

„Die Kirche kann doch zu den Menschen kommen“

KLEINBURGWEDEL (ak). Schneebedeckte Straßen sorgten für die passende Stimmung zum mittlerweile 6. Adventssingen in Kleinburgwedel. Die Idee zu dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung entwickelte sich im Gemeindeausschuss St. Petri Kleinburgwedel e.V. aus dem Wunsch heraus auch die neu zugezogenen in das dörfliche wie auch kirchliche Leben einzubinden und nicht zu warten, dass sie vielleicht einmal den Gottesdienst von sich aus besuchen kommen. Ein Gedanke der Nächstenliebe, wie er schöner nicht in die Weihnachtszeit passen könnte.
Maßgeblicher Initiator des Adventssingens sei Pastor Andreas Böger, so Hildegard Seeger ehemals Mitglied des Kirchenvorstands der St. Petri Kirchengemeinde begeistert. Weiter erzählte sie gegenüber den Burgwedeler Nachrichten, Böger habe gesagt „die Kirche kann doch zu den Menschen kommen“ und so sei die Idee zum Adventssingen ins Leben gerufen worden.
Wie gut dieses Konzept aufgeht, zeigte sich am späten Nachmittag des 2. Advents. Begonnen wurde der Marsch am Haus der Kirche, von wo aus sich eine noch relativ kleine Gruppe aufmachte zu Familie Beimfohr, die bereits ihr Carport einladend hergerichtet hatten und mit heißem Punsch, Kakao und leckerem selbstgemachten Gebäck auf die Ankommenden warteten. Musiziert wurde selbstverständlich auch, denn schließlich beinhaltete das vorbereitetet Liederheftchen rund 19 Weihnachtslieder, die vorgetragen werden wollten. Begonnen wurde mit „Macht hoch die Tür“ und auch „Leise rieselt der Schnee“ durfte bei der winterlichen Kulisse keinesfalls fehlen.
Begleitet wurden die Sänger von einigen Instrumenten, einer Blockflöte, drei Gitarren, einer Geige, einem Akkordeon und zwei Bläsern. Diese beiden Bläser waren das erste Mal mit dabei, da sie erst 3 Monate zuvor nach Kleinburgwedel gezogen waren und von den Nachbarn angesprochen wurden mitzumachen.
Nach einer weiteren Station bei der Familie Engeling ging es schließlich zum Hof der Familie Lindemann, wo im Anschluss eine Andacht mit Pastor Andreas Böger stattfand, der aber auch die ganze Gesangstour begeistert mit der Gitarre begleitet hatte. Waren die Sänger und Musikanten bei der ersten Station noch knapp 30 Personen, schlossen sich auf dem Weg durch den Ort so viele Kleinburgwedeler an, dass zum Schluss 60 dem Gottesdienst beiwohnten. Nach der Andacht verabschiedete sich das junge, neu zugezogene Paar mit den Worten „Dann bis zum nächsten Jahr“. Der weihnachtliche Gedanke die Dorfgemeinschaft zu stärken trägt also offensichtlich Früchte.